100 Wunden - Frei erfunden
Da liegt sie also vor mir. Angela Merkel.
Textilfrei und unbewegt, eben dort, wo ich sie vor einer halben Stunde abgelegt hatte. Stumm starrt sie an die Decke. Obgleich sie meine Anwesenheit bemerkt haben muß, würdigt sie meinen nackten, vom Duschen noch stellenweise feuchten Körper keines Blickes. Auch mein Penis mag sich sichtlich nicht so richtig auf die nun folgende Begegnung freuen. Unheilvolle Schrumpeligkeit, wo sonst majestätische Allmacht erstrahlt, läßt mich über optimalen Ablauf und Erfolgsaussichten meines Vorhabens mutmaßen.
Schon einen guten Meter vor der unteren Bettkante begebe ich mich auf alle Viere, um nicht zu schnell zu viele optische Eindrücke aus unmittelbarer Nähe zu gewinnen und die Versteifung auf das Wesentliche nicht unnötig zu erschweren. Behutsam krieche ich den schäbig aussehenden Teppichboden entlang, bis ich nahe genug bin, um mit den Händen auf dem Bettende vor mir Angelas untere Extremitäten ergreifen zu können. Beide Fußgelenke fest im Griff ziehe ich ihren Körper zu mir, bis die Knie unmittelbar über der Kante liegen und sowohl links als auch rechts neben meinem Kopf ein deformiert aussehender, nach Mottenkugeln und Bienenwachs riechender Unterschenkel baumelt. Mit stärker werdendem Herzklopfen hebe ich meinen Kopf auf Matratzenhöhe und bewege mich neugierig, aber auch mit gebotener Vorsicht auf Angelas Lustgrotte zu. Der Geruch, der mir entgegen schlägt, ist schwer einzuordnen. Muffelig, einer frisch geöffneten Grabeskammer nicht unähnlich, dabei aber schneidend und süßlich. Ich blinzele kurz, als der stechende Vulvageist meine Augen entflammt, weiche aber nicht zurück. Ich schiebe Angelas Oberschenkel mit meinem unaufhaltsam in ihr Allerheiligstes vorzustoßen trachtendem Haupt weiter auseinander, je näher ich dem Fixpunkt dessen komme, was irgendwann einmal ein fruchtbares, weiches und einladendes Stück Ackerland gewesen sein kann. Was ich stattdessen sehe, verschlägt mir kurz den Atem. Platt und ausgedorrt wuchert Schambehaarung über einem blass-rötlichen Hautlappen, der als einzig wahrnehmbarer Hinweis auf das Vorhandensein jenes flüsternden Auges meiner akuten Begierde irgendwo im Nirgendwo zwischen schier unendlichen Weiten wild verwuchertem Niemandslandes entsprungen sein muß.
Nun gilt es, einerseits sanft und sinnlich, andererseits ohne Verletzungen zu riskieren oder mechanische Hilfsmittel einzusetzen den Eingang zum Zentrum der Mächtigen freizulegen. Nach kurzem Zögern stürze ich mit dem kompletten Gesicht ins unzähmbare Dickicht, wühle und stochere mit der Nasenspitze umher auf einer halb verzweifelten, halb von bestechender Faszination bestimmten Expedition ins Lehrreich. Obgleich ich meine Augen fest verschlossen halte, sehe ich Angelas Gesicht deutlich vor mir, bleibe mir klar darüber, wo ich mich gerade befinde, was ich hier tue ... und stelle erstaunt eine beginnende Erektion bei mir selbst fest, als wolle mein bester Freund und Kamerad auf Lebenszeit mich trotz besseren Wissens nicht im Stich lassen auf meiner schweren Odyssee. Vielleicht liegt des Schwengels Sinneswandel auch einfach darin begründet, daß ein jeder halbwegs gesunder Vertreter seiner Art auf Auslösereize wie Nase-im-Unterleib irgendwann automatisch reagiert, so scheint Gottes Wille, das unabwendbare Schicksal jedweder Männlichkeit.
Ein neuer Geruch reißt mich aus meinen Gedanken, vertraut von so vielen Begebenheiten ähnlicher Brisanz, immer wieder neu und doch jedesmal im Kern identisch. Dieser neuen Spur folgend entdeckt meine Nasenspitze bald eine kleine, dem Tastsinn kaum zu vermittelnde Unregelmäßigkeit im unbarmherzigen Dschungel längst versiegter Eitelkeiten, die ich ohne den jetzt immer stärker werdenden Lockstoff wohl lange Zeit nicht entdeckt hätte. Einladend, weiblich, erregend ... ich versuche mit der Zunge, die Pforte zu durchdringen.
Ich falle. Ein Abgrund tut sich vor mir auf, feucht und warm. Erschrocken versucht meine Zunge, irgendeinen Halt zu finden, wild um sich wirbelnd und tastend. Angela bewegt sich ohne Vorwarnung ruckartig zur Seite und klemmt für kurze Zeit mein Gesicht zwischen ihren Schenkeln ein. Ich scheine tatsächlich eine empfindliche Stelle erwischt zu haben, gerate meinerseits durch Angelas unvermutete Reaktion auf mein Tun in Panik und versuche krampfhaft, mein Haupt aus Angelas Schenkelkrampf zu lösen, aber je größere Anstrengung ich in diese Richtung unternehme, umso heftiger scheint Angelas stacheliges Fleisch mich halten zu wollen. Die Luft wird knapp, ich sehe keine Möglichkeit, mich zu befreien.
Was für eine grausame Art, zu sterben ...
Ebenso plötzlich und unvermutet, wie sie aufgetreten war, löst sich Angelas Schenkelzange wieder und gibt mich frei. Keuchend und japsend schnelle ich in die Höhe, drehe mich weg, orientiere mich neu. Das Erlebte verwirrt mich, ich spiele mit dem Gedanken, mich der Situation durch Flucht aus dem Zimmer zu entziehen und all dies hinter mir zu lassen.
Ich kann es nicht. Ich bin bereits zu weit gegangen, um jetzt einen Rückzieher machen zu können. Es muß jetzt geschehen, oder ich werde mir nie wieder ins Gesicht sehen können.
Vorsichtig drehe ich mich wieder in Richtung Bett. Mittlerweile aufrecht stehend überblicke ich das ganze Zimmer, die komplette Matratze, alles, was es von Angela zu sehen gibt.
Ich sehe, wie Angela nach ihrem kurzem Auflodern wieder regungslos und unverwandt an die Zimmerdecke starrend in ihrer ursprünglichen Position verharrt. Ich sehe ihre relativ üppigen Brüste, wie sie in unattraktivem Winkel seitlich schlaff vom Körper lappen, jede in Form und Größe eine unbestreitbare Eigenständigkeit anstrebend.
Ich sehe ihren von Gewebeschäden gestreiften und in der Körpermitte merklich ausladenden Unterbauch, ihren nach außen gestülpten, Kronkorken förmigen Bauchnabel, die strammen Schenkel, deren Innenseiten mich eben fast den Erstickungstod haben durchleiden lassen, die rauhen, aufgesprungenen Ellbogen, die von wildem, überquollenem Fleisch bedeckten Oberarme ......
und ich verstehe, daß ich mich beeilen muß, wenn ich meine hart erarbeitete Erektion noch ihrem zugedachten Zweck überführen möchte.
Ohne weiter Zeit an Grübelei zu verschwenden werfe ich mich auf die regungslos meinen Taten entgegenharrende Regierungschefin, presse die ganze Angela unter mir fest auf die weiche Unterlage, packe ihre Handgelenke und dringe tief in die noch immer spürbar angefeuchtete Vagina ein.
Kein Mucks entfährt Angelas Kehle, ihre Blicke haften an der Decke wie von unsichtbaren Ketten fixiert. Zwar versetzen meine Stöße Angela in rhythmische Bewegung, doch scheint kein sichtbares Leben in ihr. Ein Gefühl, als versuche man, einen Leichnam durch Transfer von purer, ungefilterter Energie wieder ins Leben zurück zu ficken.
Immer schneller und ekstatischer stößt mein Körper seine Reserven an Lebenskraft in den unter mir siechenden Klumpen Fleischmasse. Meine aufrichtige Hoffnung, die Frau im Bundesfiffi erwecken zu können, eine zumindest nahezu menschliche Flamme von Lust und Gier im Moloch des ewigen Verfalls zu entfachen, erfüllt sich nicht.
Was immer Angela noch vor wenigen Minuten dazu bewegte, mich zwischen ihre Beine zu pressen, scheint längst wieder verflogen zu sein, war möglicherweise ohnehin nur ein dummer, körperlicher Reflex ohne Geist und Sein.
Ich muß es mir wohl eingestehen: Meine Mission ist gescheitert.
Nach weiteren 10 qualvoll entmutigenden Minuten spüre ich endlich, wie sich ein Erlösungsschrei in mir zusammenbraut.
Ich entferne meinen Liebesmuskel aus eruptionsarmem Untergrund und feuere aus allen Rohren meinen Frust ins Freie.
Der erste Schuß ergießt sich kraftlos über das umstehende Ödland,
eine weitere, wesentlich kräftigere Salve trifft unvermutet präzise Angelas Kinnpartie. Ich erschrecke mich ein wenig ... das hatte ich nicht beabsichtigt. Auch sie scheint milde überrascht - ihre starren Blicke lösen sich von der Zimmerdecke und treffen mich lähmend aus weit aufgesperrten, ausgemerkelten Seelenfenstern, so daß meine Selbstsicherheit kurz zum Erliegen kommt. Eine Weile geschiet nichts, wir schauen einander einfach nur emotionslos auf die von der Schöpfung außergewöhnlich unschön modellierten Gesichter. Eine Spannung liegt in der Luft, die jeden einzelnen Moment des eben beendeten Geschlechtsaktes an Intensität und Lustgewinn locker überragt.
Dann, langsam, Stück für Stück, schiebt Angela ihre Zunge zwischen den formlosen Lippen ins Freie. Mit erstaunlicher Gewissenhaftigkeit schaufelt das blauädrige Stück Oralanatomie meinen warmen Reproduktionsnektar in den mittlerweile halb offenen, dumpf gurgelnden Schlund. Ein Zucken in den schlaff nach unten hängenden Mundwinkeln will mich bestätigen, mich lohnen und vergelten, was ich eben auf mich nahm. Ich kann bei diesem Anblick eine spontane Entleerung meines Mageninhaltes nicht unterdrücken. Heftig und lautstark übergebe ich mich auf Angelas nackten Leib, während sie kraftlos mein Haar zerzaust und an meinen Ohrläppchen zupft. Passiert ihr wohl nicht zum ersten Mal ... dies alles ... was für eine Welt.
Ich habe endgültig genug, entreiße mich ihrer gefühlskalten Liebkosung und ergreife die Flucht. Nicht einmal anziehen oder säubern möchte ich mich; nur weg, nichts wie weg, das ist mein einziger Gedanke. An der Tür zum Hotelzimmer sehe ich ein letztes Mal aus den Augenwinkeln die mächtigste Frau, die sich mein Schwanz jemals Untertan zu machen in der Lage wähnte ... wie sie mit den Knubbelkriffeln mein Erbrochenes zärtlich über ihre fleckige, grobporige Haut verteilt - ein Stück menschliche Wärme; seltenes, flüchtiges Glück für zwangsenteignete Weiblichkeit im Dienste einer geschlechtslosen Masse.
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2013/02/28
2013/02/20
Apfel
"Sag mal, warum fallen Dinge eigentlich zu Boden, wenn man sie losläßt?"
"Wegen der Schwerkraft. Gravitation. Wechselwirkung der Massen. Erdanziehung."
"Nein, du verstehst mich falsch. Ich wollte nur wissen, warum Dinge ... irgendwelche Dinge ... zum Beispiel dieser Apfel hier ... warum fällt der nach unten und nicht etwa zur Seite oder nach oben?"
"Nun ... weil die Erde eine sehr viel größere Masse hat und ihn anzieht. Man nennt dies Schwerkraft. Es ist ein Naturgesetz."
Ich hab dir doch eben schon gesagt, daß ich DAS nicht meine. Guck mal, DIESER Apfel hier, der fällt runter ... guck genau hin ... jetzt ... siehst du? Ich meine, dafür muß es doch einen Grund geben."
"Den gibt es auch. ERD-AN-ZIE-HUNG."
"Sag mal, kannst du mich nicht verstehen oder willst du nicht?? Bist doch sonst nicht so schwer von Begriff. Es geht um den APFEL! Um DIESEN APFEL und darum, warum er fällt. Es geht nicht um Erde oder Masseneinwirkung oder Wissenschaft. Es geht im Moment und für uns beide NUR UM DIESEN EINEN APFEL, ok?!? So, und wenn ich nun DIESEN EINEN APFEL loslasse ..."
"Zum allerletzten Mal: der Grund, warum DIESER Apfel runterfällt, ist identisch mit dem Grund, warum JEDER ANDERE APFEL ÜBERALL runterfällt, nämlich wegen ..."
"Warum machst du mich jetzt plötzlich so dumm von der Seite an, sag mal? Und außerdem HÖR DOCH ENDLICH MAL MIT DEN GANZEN ANDEREN ÄPFELN AUF UND ERKLÄR MIR GEFÄLLIGST, WARUM DIEEEEESER EINE APFEL RUNTERFÄLLT, WENN ICH IHN LOSLASSE!"
"ES GIBT NUR EINEN GRUND. NUR EINE ANTWORT. ES LIEGT AN DER ERDA..."
"WENN DU NOCH EIN EINZIGES MAL 'ERDANZIEHUNG' SAGST, FANG ICH AN ZU HEULEN! WARUM BIST DU SO GEMEIN?!?! WARUM WILLST DU MICH FERTIG MACHEN?!?! ICH HABE DOCH NUR EINE EINFACHE FRAGE GESTELLT!!!"
"?!...............?!"
"UND JETZT AUCH NOCH DEN EINGESCHNAPPTEN SPIELEN, JA?!? Solch ein Verhalten hätte ich von dir nicht erwartet. Von DIR nicht! Ich lasse so nicht mit mir umgehen! Ich frage einfach jemand anders. Ich bekomme meine Antwort schon. Mich wirst du nicht klein kriegen! WEDER DU, NOCH SONST IRGENDWER!!!"
"Wegen der Schwerkraft. Gravitation. Wechselwirkung der Massen. Erdanziehung."
"Nein, du verstehst mich falsch. Ich wollte nur wissen, warum Dinge ... irgendwelche Dinge ... zum Beispiel dieser Apfel hier ... warum fällt der nach unten und nicht etwa zur Seite oder nach oben?"
"Nun ... weil die Erde eine sehr viel größere Masse hat und ihn anzieht. Man nennt dies Schwerkraft. Es ist ein Naturgesetz."
Ich hab dir doch eben schon gesagt, daß ich DAS nicht meine. Guck mal, DIESER Apfel hier, der fällt runter ... guck genau hin ... jetzt ... siehst du? Ich meine, dafür muß es doch einen Grund geben."
"Den gibt es auch. ERD-AN-ZIE-HUNG."
"Sag mal, kannst du mich nicht verstehen oder willst du nicht?? Bist doch sonst nicht so schwer von Begriff. Es geht um den APFEL! Um DIESEN APFEL und darum, warum er fällt. Es geht nicht um Erde oder Masseneinwirkung oder Wissenschaft. Es geht im Moment und für uns beide NUR UM DIESEN EINEN APFEL, ok?!? So, und wenn ich nun DIESEN EINEN APFEL loslasse ..."
"Zum allerletzten Mal: der Grund, warum DIESER Apfel runterfällt, ist identisch mit dem Grund, warum JEDER ANDERE APFEL ÜBERALL runterfällt, nämlich wegen ..."
"Warum machst du mich jetzt plötzlich so dumm von der Seite an, sag mal? Und außerdem HÖR DOCH ENDLICH MAL MIT DEN GANZEN ANDEREN ÄPFELN AUF UND ERKLÄR MIR GEFÄLLIGST, WARUM DIEEEEESER EINE APFEL RUNTERFÄLLT, WENN ICH IHN LOSLASSE!"
"ES GIBT NUR EINEN GRUND. NUR EINE ANTWORT. ES LIEGT AN DER ERDA..."
"WENN DU NOCH EIN EINZIGES MAL 'ERDANZIEHUNG' SAGST, FANG ICH AN ZU HEULEN! WARUM BIST DU SO GEMEIN?!?! WARUM WILLST DU MICH FERTIG MACHEN?!?! ICH HABE DOCH NUR EINE EINFACHE FRAGE GESTELLT!!!"
"?!...............?!"
"UND JETZT AUCH NOCH DEN EINGESCHNAPPTEN SPIELEN, JA?!? Solch ein Verhalten hätte ich von dir nicht erwartet. Von DIR nicht! Ich lasse so nicht mit mir umgehen! Ich frage einfach jemand anders. Ich bekomme meine Antwort schon. Mich wirst du nicht klein kriegen! WEDER DU, NOCH SONST IRGENDWER!!!"
2013/02/18
M-O-N-D, das bedeutet "Plagiat"
"Ich werde dich töten!", sagte der Mann und schenkte der Frau von nebenan einen Blumenstrauß.
"Warum denn das?", fragte die Frau den Mann, während sie die Blumen in ihrer Hand süffisant musterte.
"Warum was?", fragte der Mann verblüfft.
"Warum willst du mich töten?", antwortete die Frau mit einer weiteren Frage auf die Frage des Mannes.
"Ich sagte nicht, daß ich dich töten wollen will, ich sagte, daß ich dich töten tuen werde!", stellte der Mann seine Intentionen deutlich in den Vordergrund hinein, derweil er zwischenzeitlich begann, auf die filzbewehrten Puschen der Frau zu urinieren.
"Das verstehe ich nicht", meinte die Frau mißmutig dazu und sie wunderte sich etwas über den merkwürdigerweise aus östlicher Richtung wehenden Südwestwind.
"Was verstehst du nicht?", wollte der Mann von der Frau wissen und zog zeitgleich die Unterbuxe auf Kniehöhe, bereit für die totale Entleerung.
"Hast du was gesagt?", knurrte die Frau beiläufig und kratzte verkrusteten Schorf vom nahezu haarlosen Hinterkopf.
"Ich sagte: Was verstehst du nicht?", stellte der Mann, der mittlerweile in die Hocke gegangen war, unmißverständlich klar.
"Was soll ich nicht verstanden haben?", erkundigte sich die Frau bei dem Mann neben der Frau, die sie selbst war.
"Genau das will ich ja von dir wissen!", antwortete der Mann und nichts und niemand auf der Welt wird mich dazu bewegen, seine Tätigkeit weiter im Detail zu beschreiben, denn das ist meine Geschichte und mir ist das wirklich zu ekelig.
"Da hast du aber echt schon Ekelerregenderes geschrieben", wandte die Frau an den Erzähler gerichtet ein, dessen Kommentar sie eigentlich überhaupt nicht hätte mitbekommen dürfen.
"Redest du mit mir?", fragte der Mann verwirrt.
"Wenn du möchtest, sehr gerne!", bestätigte die Frau und zwinkerte ihm zärtlich zu.
Daraufhin erschlug der Mann die Frau mit einem Keramikkrokodil. Er hatte es kommen sehen.
"Warum denn das?", fragte die Frau den Mann, während sie die Blumen in ihrer Hand süffisant musterte.
"Warum was?", fragte der Mann verblüfft.
"Warum willst du mich töten?", antwortete die Frau mit einer weiteren Frage auf die Frage des Mannes.
"Ich sagte nicht, daß ich dich töten wollen will, ich sagte, daß ich dich töten tuen werde!", stellte der Mann seine Intentionen deutlich in den Vordergrund hinein, derweil er zwischenzeitlich begann, auf die filzbewehrten Puschen der Frau zu urinieren.
"Das verstehe ich nicht", meinte die Frau mißmutig dazu und sie wunderte sich etwas über den merkwürdigerweise aus östlicher Richtung wehenden Südwestwind.
"Was verstehst du nicht?", wollte der Mann von der Frau wissen und zog zeitgleich die Unterbuxe auf Kniehöhe, bereit für die totale Entleerung.
"Hast du was gesagt?", knurrte die Frau beiläufig und kratzte verkrusteten Schorf vom nahezu haarlosen Hinterkopf.
"Ich sagte: Was verstehst du nicht?", stellte der Mann, der mittlerweile in die Hocke gegangen war, unmißverständlich klar.
"Was soll ich nicht verstanden haben?", erkundigte sich die Frau bei dem Mann neben der Frau, die sie selbst war.
"Genau das will ich ja von dir wissen!", antwortete der Mann und nichts und niemand auf der Welt wird mich dazu bewegen, seine Tätigkeit weiter im Detail zu beschreiben, denn das ist meine Geschichte und mir ist das wirklich zu ekelig.
"Da hast du aber echt schon Ekelerregenderes geschrieben", wandte die Frau an den Erzähler gerichtet ein, dessen Kommentar sie eigentlich überhaupt nicht hätte mitbekommen dürfen.
"Redest du mit mir?", fragte der Mann verwirrt.
"Wenn du möchtest, sehr gerne!", bestätigte die Frau und zwinkerte ihm zärtlich zu.
Daraufhin erschlug der Mann die Frau mit einem Keramikkrokodil. Er hatte es kommen sehen.
2013/02/08
Prosagedicht ohne Dichtung und mit nur wenig Prosa
Bert: "Gut zu überlegen ist es nun an der Zeit."
Bert: "Worüber möchtest du denn legen, naht doch geschwind der Abend bereits?"
Bert: "Ich überlege nicht nur gut, ich bin gut, weil ich überlege."
Bert:" Gut scheint mir kein überlegter Begriff, existiert denn kein besseres Wort für Gut?"
Bert: "Gute Frage, aber etwas anderes als gute Fragen hätte ich von mir auch nicht erwartet, gut wie ich bin."
Bert: "Und wie sieht es auf dem Gute-Antworten-Sektor aus? Ohne gute Antworten verebben gute Fragen im Trauertal eigenen Eigenbrödelns."
Bert: "Ich kann meinen Einwand gut nachvollziehen, weshalb ich zu meiner ursprünglichen Absicht zurückkehren möchte, gut zu überlegen, denn gut Ding will Weile haben."
Bert: "Lange weile ich nicht mehr unter den Guten, sollte es mir nicht gelingen, aus Langeweile ungute Phrasen wie eben zitierte im Geiste zu forcieren ..."
Bert: "Supi. Extragalaktisch. Mega-Klasse."
Bert: "... um dann nach eben diese mit noch viel unguterem Modernitätsschnickschnack frisieren zu gieren."
Bert: "Dufte. Original. Värschärft."
Bert: "Am aller Ungutesten lehnt sich der gut überlegende Mensch an Slangausdrücken an, der mag auch keine Fremdworterismen."
Bert: "Hervorragend vielleicht?"
Bert: "Hervorragen möchten Solche, welche sich für etwas Besseres halten. Wer Besonders ist, bemüht sich, nicht hervorragen zu möchten."
Bert: "Gedankensprünge wie dieser ragen aus dem Dickicht schnöder Tagträumereien zwangsläufig hervor, ohne jemals von anderen Tagträumern wahrgenommen werden zu können. Wäre es nicht gut, zu überlegen, alle Tagträumereien dieser Welt in einer Anthologie zu sammeln, besonders meine?"
Bert: "Kann Besonders das leidige Gut nicht womöglich vom Thron stoßen, bei dieser guten Gelegenheit noch Wertungen zerreiben, Unterschiede relativieren, Konkurrenz eliminieren, sich im selbstverliebten Kathegorisieren-Kastrieren-Zelebrieren verlieren ... ?"
Bert: "Nicht besonders gut. Dafür ist Besonders nicht gut genug. Alles kann besonders sein, auch wenn es nicht gut ist. Schnell würden Menschen daraufhin in abgestumpfter Besonderungsmanie das Gewöhnliche vergöttlichen und sich selbst überlegen fühlen, ohne zu überlegen, daß besonders diese Überlegung einen eher schlecht macht als gut."
Bert: "Kann sein, schlecht ist besser als gut. Schon mal überlegt?"
Bert: "Du?"
Bert: "Was ist?"
Bert: "Ist der schlechte Splitter denn endlich draußen?"
Bert: "Ich vermute schon. Sieh doch, der für den Facharzt für Allgemeinmedizin stellvertretenderweise Notschicht schiebende Internist hat sich verpißt.
Die Wunde sieht gut aus."
Bert: "Hervorragend."
Bert: "Worüber möchtest du denn legen, naht doch geschwind der Abend bereits?"
Bert: "Ich überlege nicht nur gut, ich bin gut, weil ich überlege."
Bert:" Gut scheint mir kein überlegter Begriff, existiert denn kein besseres Wort für Gut?"
Bert: "Gute Frage, aber etwas anderes als gute Fragen hätte ich von mir auch nicht erwartet, gut wie ich bin."
Bert: "Und wie sieht es auf dem Gute-Antworten-Sektor aus? Ohne gute Antworten verebben gute Fragen im Trauertal eigenen Eigenbrödelns."
Bert: "Ich kann meinen Einwand gut nachvollziehen, weshalb ich zu meiner ursprünglichen Absicht zurückkehren möchte, gut zu überlegen, denn gut Ding will Weile haben."
Bert: "Lange weile ich nicht mehr unter den Guten, sollte es mir nicht gelingen, aus Langeweile ungute Phrasen wie eben zitierte im Geiste zu forcieren ..."
Bert: "Supi. Extragalaktisch. Mega-Klasse."
Bert: "... um dann nach eben diese mit noch viel unguterem Modernitätsschnickschnack frisieren zu gieren."
Bert: "Dufte. Original. Värschärft."
Bert: "Am aller Ungutesten lehnt sich der gut überlegende Mensch an Slangausdrücken an, der mag auch keine Fremdworterismen."
Bert: "Hervorragend vielleicht?"
Bert: "Hervorragen möchten Solche, welche sich für etwas Besseres halten. Wer Besonders ist, bemüht sich, nicht hervorragen zu möchten."
Bert: "Gedankensprünge wie dieser ragen aus dem Dickicht schnöder Tagträumereien zwangsläufig hervor, ohne jemals von anderen Tagträumern wahrgenommen werden zu können. Wäre es nicht gut, zu überlegen, alle Tagträumereien dieser Welt in einer Anthologie zu sammeln, besonders meine?"
Bert: "Kann Besonders das leidige Gut nicht womöglich vom Thron stoßen, bei dieser guten Gelegenheit noch Wertungen zerreiben, Unterschiede relativieren, Konkurrenz eliminieren, sich im selbstverliebten Kathegorisieren-Kastrieren-Zelebrieren verlieren ... ?"
Bert: "Nicht besonders gut. Dafür ist Besonders nicht gut genug. Alles kann besonders sein, auch wenn es nicht gut ist. Schnell würden Menschen daraufhin in abgestumpfter Besonderungsmanie das Gewöhnliche vergöttlichen und sich selbst überlegen fühlen, ohne zu überlegen, daß besonders diese Überlegung einen eher schlecht macht als gut."
Bert: "Kann sein, schlecht ist besser als gut. Schon mal überlegt?"
Bert: "Du?"
Bert: "Was ist?"
Bert: "Ist der schlechte Splitter denn endlich draußen?"
Bert: "Ich vermute schon. Sieh doch, der für den Facharzt für Allgemeinmedizin stellvertretenderweise Notschicht schiebende Internist hat sich verpißt.
Die Wunde sieht gut aus."
Bert: "Hervorragend."
God Bless The Cactuses
Prolog
Siehe Epilog
Zwei Gestalten, die eine groß und drahtig, die andere klein und pummelig, kamen die laubbedeckte Landstraße entlanggehoppelt. Der Arm Siegesfrieds sah sich von üppigem Rohölfilm ummantelt, während das linke Bein des noch viel linkeren Edgar am linken äußeren Rande Bißspuren eines Otterweibchens aus Paderborn aufwies. Die beiden waren bis über alle Ohren in ein Streitgespräch vertieft, weswegen sie den rubinrotfarbenen Transporterstrahl nicht bemerkten, der sich von Süd-Süd-Ost mit einer Geschwindigkeit von 176 MicroMüllerSeinhorst lautlos auf sie zubewegte.
"Das hast du mit Absicht gemacht!", schrie Siegesfried.
"Jawohl, das habe ich!", antwortete Edgar mit einem breiten Grinsen im aufgrund fortschreitenden Vogelpockenbefalls aufgedunsenen Gesicht.
"Hör auf, mich zu veralbern!"
"Das liegt nicht in meiner Absicht."
"Ich habe es soooo satt!"
"Ich für meinen Teil bin ziemlich hungrig."
Es war abzusehen, daß die beiden langjährigen Freunde ihre Meinungsverschiedenheit nicht rechtzeitig würden beilegen vermögen, um sich vor der rasch näher kommenden Todesgefahr noch in Sicherheit bringen zu können. Ihre Mütter würden beide sehr vermissen, besonders nachts. Immerhin hatten sie sich ja gegenseitig, meistens tagsüber.
"SSSSSSSssssssttttttttttt-hugguggu!" Das war das Geräusch des Transporterstrahls, als er auf Siegesfried traf.
"Huch", meinte Siegesfried und verschwand.
"SSSSSSSsssssstttttttttt-huggugguggugguggugguggugguggugguggugguggugguggu ... krrrrt ...
ugguggugguggugguggu!" Das war das Geräusch des Transporterstrahls, als er erhebliche Schwierigkeiten damit hatte, die fette Ratte Edgar der irdischen Schwerkraft zu entreißen. "Huch", meinte Edgar, "das ist aber eine verdammt vertrackte Situation. Hilfe, zu Hilfe, kommt denn niemand, der mich retten will? Ist mein Leben derart entbehrlich? Ist mein Flehen den Euren nicht Antrieb genug? Oh, verdorbenes Licht des Tages, verschmähen magst du das Leid des ergebenen Knechtes, oh, rätselhafte Schatten der dunkelsten Nacht, ich werde kommen, euch zu richten! Verrotten mögen eure Gebeine im Angesichte des jüngsten Gerichtes!"
"Ugguggu!" Der Transport war abgeschlossen.
Edgar war nicht mehr auf der laubbedeckten Landstraße.
Edgar war jetzt wo ganz anders.
Edgar war jetzt an Bord eines außerirdischen Raumschiffs, dessen Namen Edgar nicht kannte.
Edgar gab dem außerirdischen Raumschiff, dessen Namen er nicht kannte, den Namen Fluffie.
Fluffie, das Raumschiff.
Fluffie das Raumschiff war ein seltsamer Ort. Es sah aus wie eine riesig große Halle. Fluffie das Raumschiff ihm seine Halle war dermaßen riesig groß, daß Edgar nicht erkennen konnte, wie riesig groß die Halle wirklich war, denn ein Großteil der Halle, die riesig groß war, lag im Dunkeln. Ein Dunkel, das so dermaßen dunkel war, daß nur ganz wenig von dem Teil, in dem Edgar gerade stand, sichtbar war.
Edgar stand in einer Ecke. Die Ecke hatte einen 90-Grad-Winkel. Rechts von ihm war eine Wand. Hinter ihm war eine Wand. Links von ihm wars dunkel, wie üblich, über ihm war eine Decke und unter ihm ein Fußboden. Edgar nannte den Fußboden Hugo. Hugo lächelte ihn an. Ja, Hugo lächelte. Hugo hatte ein Gesicht. Und noch eines. Und noch eines. Hugo war voller Gesichter. Als Edgar genauer hinguckte, merkte er, daß Hugos Gesichter gar nicht lächelten, sondern vor Schmerz und Verzweiflung verzerrte Fratzen waren. Fratzen mit Haut. Fratzen AUS Haut. Hugo war ein riesengroßer Teppich aus Gesichtshaut von bei lebendigem Leibe gehäuteten Kindern. Das wurde Edgar bewußt, als er am Rande seiner linken Wahrnehmung links von ihm im Dunkel eine außerirdische Maschine dabei beobachtete, wie sie schreienden, nackten Kindern bei lebendigem Leibe die Haut abzog, um diese hinterher an die Wände der riesigen Halle zu tackern. Und auf den Boden. Und an die Decke. Hugo wurde ausschließlich mit Gesichtshaut betackert, die Wände mit Torsohaut, die Decke mit Extremitätenhaut.
"Was wohl mit der Penis- und Vulvahaut der Kinder passiert?" Edgar hatte diese Frage kaum unausgesprochen fertig gedacht, da hörte er aus Richtung seiner vorderen Halbrechte eine Stimme.
"BLOOOOOOOONDIEEEEEE! HIEERHÄÄÄÄR! ZACKZACK!"
Die Stimme war laut, dröhnig und furchtbar.
Edgar nannte die Stimme Ladröfur.
Fluffies Hugo entlangschleichend folgte Edgar Ladröfur in die Richtung, aus der die Stimme kam, der Edgar den Namen Ladröfur gegeben hatte, weil sie laut, dröhnig und furchtbar war. "BLOOOOOOOONDIEEEEEE!" Langsam wurde Ladröfur immer lauter, immer dröhniger und immer furchtbarer, so daß Edgar mit dem Gedanken spielte, Ladröfur in Imlaimdröimfur umzubenennen. Dann spielte er mit dem Gedanken, mit sich selbst zu spielen, solange es um ihn herum so angenehm dunkel und anonym war.
Urplötzlich spurtete ein Hund an Edgar vorbei, freudig mit dem Schwanz wedelnd und zielstrebig auf Se Wois Formallie Nohn Äs Ladröfur zuhechelnd.
"NEIN! NEIN! NICHT DU! BLONDIE! MIT IE! BLONDIE, HIERHÄR! ZACKZACK!"
Abrupt hielt der Canis lupus familiaris in seiner Bewegung inne und setzte sich mit seinem Hintern auf die Hakennase des kleinen Jimmy, der nun teilweise Teil von Hugo war. Blondi, der Hund, fühlte sich offenbar nicht mehr von der Stimme, die Edgar aus Gründen semantischer Vereinfachung bei sich wieder Ladröfur nannte, angesprochen, denn er schrieb sich mit einfachem Ih am Ende und nicht mit IE. Blondi guckte Edgar in die Augen, Edgar Blondi nach wie vor interessiert auf den Hintern.
"Maria, you've gotta see her! Go insane and out of your mind ..."
Eine fünfköpfige New-Wave-Band kam aus einer anderen Ecke der Dunkelheit auf Ladröfur zu, nicht ganz so enthusiastisch wie der Hund mit der Nase Jimmys im Arsch zuvor, dafür aber singend und musizierend. Einer trug zwei Kirchenglocken vor sich her und bimmelte diese im Takt. Die enorme Kraftanstrengung, die ein gewöhnlicher Mensch aufwenden müßte, um zwei Kirchenglocken vor sich herzutragen, sah man ihm nicht an und auch der erhebliche Größenunterschied zwischen seinem Körper und den beiden Glocken schien kein Problem darzustellen. Fluffie das Raumschiff pfiff ganz offenbar mit geradezu anmaßender Ignoranz auf jegliches Naturgesetz. Edgar folgte Blondie, die eigenen Glocken von angenehm prickelnder Gänsehaut überzogen.
"Latina, Ave Maria. A million and one candlelights ..."
Sie bewegten sich an einer von Fluffies Wänden entlang auf die Ecke von Fluffies Innenleben zu, die gegenüber von der Ecke liegen mußte, in der Edgar seine Wanderschaft durch Fluffie begonnen hatte. Ladröfür schrie: "BLONDIE!". Blondie sangen: "I've seen this thing before - in my best friend and the boy next door". Blondi war, mittlerweile außer Sichtweite, ruhig und mit merkwürdig angespanntem Gesichtsausdruck auf Jimmy sitzengeblieben. Jetzt wurde, bevor es dem Leser entgültig zu langweilig wird, in der näheren Entfernung ein rotes Schimmern sichtbar. Das Schimmern wurde heller. Das Schimmern wurde noch heller. Das Schimmern war jetzt so hell, daß Edgar alles sehen konnte, was das rote Schimmern schimmernd umgab.
Edgar starrte mit aufgerissenen Augen ... ohne aufgerissene Augen wäre ihm das Starren wohl zu schwer gefallen ... auf die nun in ihrer Gesamtheit sichtbaren zweiten Ecke der riesig großen Halle. In ihr stand ein Bett. Es war aus Kinderknochen gefertigt und mit wahrscheinlich ebenfalls von Kindern stammenden Penis- und Vulvahaut, besonders letztere war auf Anhieb eindeutig als solche zu erkennen, überzogen. Auf dieser bestialischen Struktur kauerte eine Bestie. Die Bestie hieß Adolf Hitler und sah aus, wie man sich Adolf Hitler eben so vorstellt, nur noch ein bißchen bestialischer. Ladröfur entwich unmittelbar seiner Kehle, als der bestialische Massenmörder sprach:
"KOMMT HÄR! KOMMT ZU MIR!"
Blondie stellten das Lärmen ein und krochen zu Adolf aufs Knochenbett. Der Frau biß Adolf mit seinen vampirähnlichen Reißzähnen die Kehle durch und trank ihr warmes, unmusikalisches Blut. Danach brach er den Hals der Frau an Nackenwirbel 3 sauber ab, warf den Schädel hinter sich und fummelte uninspiriert im offenen Rachenbereich umher, bis er die Speiseröhre gefunden hatte, die er nun samt Verdauungstrakt aus dem Hals der Frau zog, um genüßlich an ihr zu zuckeln.
Hernach zerstückelte er die übrigen Mitglieder der Band mit den überdimensionalen Skorpionsklauen, die ihm zwischenzeitlich aus den Nieren gewachsen waren. Edgar staunte nicht schlecht. Wie hatte es Adolf, der lange tot sein sollte, wohl geschafft, Blondie zu überreden, sich von ihm massakrieren zu lassen? So furchtbar war deren Musik nun auch nicht gewesen, als daß sie sich selbst ein solches Ende hätten verordnen wollen, um ihre irdischen Untaten zu sühnen. Als Adolf gerade dabei war, mit seinem schlundbewehrten Unterleib nach den gehäckselten Musikerresten zu schnappen, näherte sich Blondi Edgar von hinten, langsam und unbeeindruckt vom Geschehen.
Blondi kam weiterhin näher. Sie verwirklichte dies, indem sie unter Zuhilfenahme von Körpermotorik im Einklang mit universell Gültigkeit besitzenden Naturgesetzen, Fluffies Eigenwilligkeit diesbezüglich offenbar ebenso eigenwillig ignorierend, den räumlichen Abstand zwischen sich selbst und Edgar meßbar verringerte. Gerne hätte sie diesen Abstand auch temporal relativiert, aber sie war nur ein Hund. Ein Hund, der Edgar mit jedem Schritt, den Edgar nicht tat, da er regungslos an dem Platz, an dem Edgar gerade verharrte, verharrte, noch viel näher kam. Zwar war Blondi noch nicht nah genug an Edgar, um einer an dieser Stelle mutmaßlich erhobenen Behauptung, sie sei ihm in diesem Moment überaus nah gewesen, realistische Rechtfertigung zukommen lassen zu können, aber sie war nah genug, um einen Beobachter ihrer Fortbewegung zu der Annahme hätte verleiten lassen, sie wäre nicht mehr weit davon entfernt, ihm überaus nahe zu sein.
Eventuell hätte es sich von Halbdreiviertelnähe sprechen lassen oder von Verlängerter-Riesentenkakelarm-Distanz, wäre denn ein Gespräch über etwas dermaßen Irrelevantes in diesem Moment überhaupt zustande gekommen zwischen den ohnehin weder im Singular noch im Plural anwesenden Beobachtern des Blondifortbewegungsvorganges. Sicherlich hätten sich rein theoretisch gedacht mit Edgar und dem dämonischen Knochenbettbeläger genügend wahrnehmungsfähige Individuen in sensorischer Reichweite des Geschehens aufgehalten, um sowohl die Bewegung zu registrieren als auch in ein Zwiegespräch über deren Definition zu verfallen, jedoch stand Edgar mit dem Rücken zu Blondi und der Führer war mit dem Auswürgen der unverdaulichen Blondie-Accessoires mehr als nur in ausreichendem Maße überbeschäftigt.
"POTZTAUSEND!" gällte Ladröfur durch die dunklen Hallen des Raumschiffs, dessen von Edgar erdachter Name mir gerade entfallen ist, da ich an dieser Geschichte schon eine Woche lang nicht mehr gearbeitet habe und zu faul bin, den Quatsch, der da bisher steht, nochmal zu lesen, als sich der augenscheinlich genetisch manipulierte Nazioberfürst an einer Haarnadel stach, die er gerade zusammen mit zahlreichen Mobiltelefonen, Intimpiercings und langer Unterwäsche gegen die Kälte der Welt und der Menschen und so alles auszukotzen im Begriff war. Der Nadelstich befand sich unterhalb des Oberlippenbärtchens und bewirkte sogleich, daß Hitler in einen 10000-jährigen Schlaf fiel, den nur der Kuß einer ihn liebenden Jungfrau würde vorzeitig beenden können.
Zwar empfand Edgar den nun schnarchend auf der Seite sabbernden Mutantenführer als durchaus attraktiv, nur leider war er keine Jungfrau mehr, seit sein Vater vor Jahren gestorben war. Die Trauer über den Tod seines Vaters, die er in all dieser Zeit stets vor sich selbst verheimlicht hatte, stieg in ihm hoch wie eine Wasserstoffbombendetonation und mit einem kräftigen Ruck brach Edgar sein eigenes Genick und war jetzt endlich ebenfalls tot.
Blondi hatte es aufgegeben, Edgar und ihrem Herrchen näher kommen zu wollen. Das Näherkommen an sich hatte für sie jedweden Reiz verloren. Also kehrte sie ihr Vorhaben ins Gegenteil und ihren Körper um, wobei sie aussah wie ein auf die erdnahe Umlaufbahn gefallener Engel mit Flügelherpes und trottete nun von Edgar und Adolf weg in die Dunkelheit hinein. Sie trottete und trottete und eine ziemlich lange Zeit lang passierte nichts Erwähnenswertes.
Diese Zeit möchte ich mit folgender Mitteilung überbrücken:
Madita ist eine verlogene Fotze.
Zurück zum Text.
Trottenden Schrittes muvte das chillige K9 sauflings. Da kam evenyonder Sheeperhound auf ein Hindernis zugetrottet, mit dem erSieEs nicht gerechnet hatte. Eine Mauer. Eine Mauer inmitten des mittelpunktlosen Endlosgetrottes. Zwei Torbögen ermöglichten jeweils eine Passage, direkt durch die Mauer hindurch. Blondi hätte die Torbögen mit einem kreativen Spitznamen belegen können, aber sie war nur ein Hund, der außerdem der Ansicht war, jeder Running-Gag laufe sich früher oder später zwangsläufig tot.
Nun stand Blondi also vor der Mauer mit den beiden Torbögen und zeitgleich vor der Wahl, welchen der Torbögen sie nun passieren wollen würde. Der linke Torbogen war groß. So groß, daß ein gewöhnlicher Mensch ihn problemlos hätte durchschreiten können. Der zweite Torbogen war kleiner. So klein, daß man schon Hund sein mußte, um durchzupassen.
Blondi erinnerte sich an das, was ihr Vater ihr immer gesagt hatte, bevor er während des Rußlandfeldzuges aus Gewissensgründen die Fronten wechselte: "Vergiß nie, daß du Hund bist. Eines Tages, wenn du allein an Bord eines Raumschiffs umhertrottest und dich vor eine schicksalhafte Wahl gestellt siehst, wird dieser Umstand dein Leben retten!"
Blondi trottete folgerichtig durch den kleineren Torbogen, welcher, wer hätte es gedacht, mit einer Hunde-Abwehr-Vorrichtung ausgestattet war, die Blondi mit vielfarbigen Laserstrahlen vielteilte, noch bevor sie den Bogen halb durchquert hatte.
"HAHA! VERARSCHT!" erschallte die hämische Stimme ihres Vaters ein letztes Mal in Blondis Spitzohr, bevor sie die Rosette für immer zukniff.
Da nun im Handlungsort nahen Umkreis niemand mehr am Leben bzw. bei Bewußtsein war, verlagerte sich die Erzählperspektive an einen völlig anderen Ort, auch temporal, denn die Erzählperspektive war kein Hund und konnte durch die Zeit reisen, wie es ihr gefiel. Und zwar geradewegs ans Kreuz, an dem Jesus gerade hing und blutete und darbte.
Ja, da hing er nun rum, der zu Lebzeiten leidlich populäre Messias, blutete wie Sau und darbte bitterlich.
Ein Windzug tufftuffte an ihm vorüber. Dadurch änderte sich jedoch nichts an der Notlage des Hängeheilands.
Um den Text, der mir bereits jetzt merklich zu lange geraten ist, ein wenig abzukürzen, entschloß sich Jesus spontan dazu, seine Zeit nicht weiter zu verschwenden, den Anweisungen seines Vaters kräftig einen zu pupen, die Menschheit selber für ihre Sünden sterben zu lassen und befreite sich ob seiner Gottessohn-Superkräfte telekinetisch vom hölzernen Martergepfähl.
Da stand er nun am Boden, aufrecht, aus den riesigen Löchern in Füßen und Händen noch viel stärker blutend als vorher, was daran lag, daß da nun keine Nägel mehr drinne steckten. Eine Wachdienst habende Wachsoldatin bemerkte das unvermutete Schauspiel und rannte mit gezogenem Cladius auf Jesus zu. Als sie fast in Lynchreichweite war, drehte sich der unfaßbare Mengen an Blut Verlierende zu ihr um. Mit den verheißungsvollen und in diesem Zusammenhang verfickt coolen Worten "O'zapft is!" bündelte der bärtige Buddhakonkurrent den aus seiner linken Handfläche rinnenden Blutstrom zu einem tödlichen Lebenssaftkonzentrat in Stromlinienform, welches er der vor Erstaunen ihren Mund weit offen haltenden Romöse ohne Unterlaß in die Lungen pumpte, bis sie ebenso erschrocken wie ertrunken zu Boden sank. Aus dramaturgischen Gründen löste sich im Laufe ihres kurzen, hoffnungslosen Todeskampfes all ihre geschmacklose Klamottur in Luft auf. Somit lag eine nackte tote Frau vor den Plasma aussuppenden Mauken des heiligen Bimbam, was dessen bislang relativ ungenutzt vor sich hinundherbaumelnden Pillermann zu einer recht enttäuschenden Erektion veranlaßte.
Der dergestalt aufgegeilte Dornenkronenträger registrierte ein latent rückläufiges Blutaustrittsvolumen an den Wundmalen und schlußfolgerte messerscharf, die in seinem Penis zur Aufrechterhaltung der Paarungswilligkeitsindikation dauerhaft benötigte Blutzufuhr könne seine Wunden austrocknen lassen.
Natürlich brauchte er zu diesem Zwecke einen wesentlich größeren Bedarf, als ihn seine natürliche Bestückung zu verarbeiten vermochte.
Also ließ er seinem Bauchnabel einen Zweitdödel entsprießen, der unnatürlich groß war und immer weiter anschwoll. Ein gigantischer Bauchnabelständer von megalindwurmhaften Ausmaßen preschte über Stadt, Land, Wald und Flur hinweg, bis alles Blut in den Monsterschwängel geleitet worden war und die Hände und die Füße des verlegen grinsenden Prängelpistoleros mit dem Ausscheiden von Körperflüssigkeit aufgehört hatten.
Wohl wissend, daß er all die gigatonnenschwere Mannespracht nicht ewiglich würde emporragen lassen können, verschloß Jesus die Löcher in seinen Füßen mit seiner Omnipotenz entwachsenen warpfähigen Antigravitationsdüsen, das Loch in seiner linken Hand mit einem halborganischen Flammenwerfer, das Loch in seiner rechten Hand mit einem Handlochstöpsel aus Kautschuk.
Alsbald begann der sich jedes denkbaren Superlativs überlegen wähnende Liebesmuskel sichtlich zu erschlaffen, wodurch er in erster Konsequenz wie ein nasser, penisförmiger Gigantensack gen Erdboden klatschte, was weit über eine Million Menschen, diverse katholische Kühe, die gekommen waren, um den monströsen Einstand ihres Herrn zu begutachten und etwa zehnzigtausendmilliarden Morgen Landmasse unberührter Natur das Leben kostete.
Die schrumpelig zu werden drohende Eichel blieb panisch nach Luft schnappend unmittelbar vor einem griechischen Lockenschönling liegen, der schwuler war als die Zeitrechnung Tage hatte und ob der nach wie vor beeindruckenden Ausmaße des vor ihm brachliegenden Schlappschwanzes sofort selber eine ordentliche Latte bekam. Der vor akutem Penisneid verwirrte Bauchnabelpenis sah dies und dachte: "Wenn ich jetzt irgendwas sexuell Relevantes tätige, werd ich vielleicht wieder größer."
Also saugte der große Pimmel den kleinen Pimmel mit aller Kraft zu sich heran, bis der kleine Dödel in der Harnröhre des großen Dödel gänzlich verschwand.
Ladies und Gentlemen ... Sie erleben gerade den allerersten interphallischen Blowjob der Weltgeschichte. Seien Sie also gefälligst beeindruckt und rücken Sie die Höchstwertung raus! ICH BRAUCHE EIN ERFOLGSERLEBNIS! Sonst werde ich verbittern und einsam sterben.
Gott sah alles mit an und fand die Nummer voll Moppelkotze. Tuntige Wadenwürmchen, keine Auferstehung, nix mit Christentum, der ganze Drehplan war im Arsch. Gott war dermaßen wütend auf Jesus, daß er seinerseits einen riesigen Dödel aus dem Bauchnabel wachsen ließ, der vom Himmel zur Erde hernieder schoß und dem Jesus-Bauchnabel-Pimmel die Eichelspitze samt Griechenschwuchtel abbiß. Das tat dem Jesus fürchterlich weh und vor lauter Schreck und Aua und so alles zog sich der verstümmelte Bauchnabelpenis in astronomischer Geschwindigkeit in den Bauchnabel zurück, aus dem er einst geboren wart. Dummerweise blieb aufgrund der allzu hastigen Rückwärtsbewegung die angeknabberte Vorhaut an den wild wuchernden Schamhaaren Christi hängen, doch der Penis wollte unbedingt und mit aller Kraft in den Bauchnabel zurück, so daß er zerrte und zog mit aller Kraft, aber es half alles nichts, die Vorhaut hing fest und ließ nicht locker.
Nach etwa 3 Stunden panischen Vorhautgezuppels hatte Gott schließlich Erbarmen und ließ eine Gruppe fähiger Chirurgen neben Jesus aus dem Gras wachsen, die sich sogleich ans Werk machten.
Der ungezogene Jungfrauengeburtbastard staunte nicht schlecht, als er das ihn von Zuppelschmerz und öffentlicher Erniedrigung erlösende Skalpell am Rande seiner Wahrnehmung kurz aufblitzen sah. Die Vorhaut wurde entfernt. Er betrachtete seinen blutenden Bauchnabel. Nun war er ein Mann.
Gott wünschte Jesus zornentbrannt zum Teufel.
Ruckizuckihastenichgesehnkawummsnochmal fand sich Jesus an Bord Fluffies, des Raumschiffes wieder, unmittelbar neben dem Kinderknochenbett, auf dem ein verführerischer Führer seinen Märchenschlaffluch abranzte. Jesus verliebte sich augenblicklich in den friedlich vor sich hinröchelnden Adolf und küßte seinen Blondie-Überreste-Gammel-behafteten Mund.
Da der Schlaffluch nicht auf die Berücksichtigung von Bauchnabelmannesreife geeicht war, öffnete der Führer seine stechend blauen Augen und schlug Jesus mit der geschlossenen Faust von unten mitten zwischen die häßlichen Kinngrübchen.
Jesus bemerkte, wie sein Herz entzwei brach. "Du liebst mich nicht?" fragte er Adolf. "Dann wirst du niemanden mehr lieben. NIE WIEDER!"
Jesus richtete den Flammenwerfer auf Adolf und gab volle Pulle Zündstoff. Der Führer brannte, entgegen früherer Behauptungen, wie frisch getrocknetes Reisig. Er brannte und brannte, daß es eine wahre Freude war, unbrennbar zu sein, wie etwa der Sohn Gottes, der sich nun vom lichterloh lodernden Lausbub aus Braunau abwandte und in derselben Richtung wie einst auch Blondi Hugo entlang marschierte. Er war im Gegensatz zu Blondi streng christlich erzogen worden und konnte die um ihn herum gruppierten Kinderhäute nicht guten Gewissens betrachten. Er schnippte mit den Fingern der rechten Hand und ein großer Teppich, gewebt aus ästhetisch anmutenden Stopp-Schildern, überdeckte die scheußlichen Kinderhäute am Boden, ebenso wie Stoppschild-Wandteppiche an den Seiten. Jesus fühlte sich nun besser. Zwar war die Decke weiterhin unbeschildert, aber Jesus hatte kein Bedürfnis, nach oben zu schauen, weil er erst kürzlich von seinem Vater gemaßregelt worden war und nun gerechtfertigterweise schmollte.
Unversehens stand Jesus vor einer Mauer. In der Mauer waren zwei Torb ... naja, ist ja bekannt.
Jesus wußte aufgrund seiner seherischen Fähigkeiten, daß der kleinere der beiden Torbögen mit einer bösen Laserfalle gebubiträppt worden war und ging aufrechten Ganges durch den großen Torbogen. Der war selbstverständlich mit einer Heiland-Abwehr-Vorrichtung ausgestattet und atomisierte den armen Dussel ad hoc. Wäre er durch den kleinen Torbogen gekrochen, wäre ihm nichts passiert, denn die Hunde-Abwehr-Vorrichtung half nur gegen Hunde und Jesus war kein Hund.
Vielleicht im nächsten Leben.
Da nun mal wieder alle tot waren oder in Flammen standen oder die neue Hauptrolle in der fortlaufenden Erzählung in Hinblick auf den Werdegang der bisherigen Protagonisten dankend ablehnten, endet hiermit die Geschichte.
Epilog
Gib's zu, du dachtest, an dieser Stelle stünde "Siehe Prolog"!
Fantasieloser Taugewenig.
Und wer sich nun die Frage stellt
"Was ist orbitorts mit Siegesfried passiert?"
der hat den subtil im Text versteckten Hinweis diesbezüglich nich kapiert
und muß zur Strafe, weil er nicht aufgepaßt hat, alles nochmal lesen
so lange, bis er endlich versteht
worum es in diesem Nachwort wirklich geht.
Siehe Epilog
Zwei Gestalten, die eine groß und drahtig, die andere klein und pummelig, kamen die laubbedeckte Landstraße entlanggehoppelt. Der Arm Siegesfrieds sah sich von üppigem Rohölfilm ummantelt, während das linke Bein des noch viel linkeren Edgar am linken äußeren Rande Bißspuren eines Otterweibchens aus Paderborn aufwies. Die beiden waren bis über alle Ohren in ein Streitgespräch vertieft, weswegen sie den rubinrotfarbenen Transporterstrahl nicht bemerkten, der sich von Süd-Süd-Ost mit einer Geschwindigkeit von 176 MicroMüllerSeinhorst lautlos auf sie zubewegte.
"Das hast du mit Absicht gemacht!", schrie Siegesfried.
"Jawohl, das habe ich!", antwortete Edgar mit einem breiten Grinsen im aufgrund fortschreitenden Vogelpockenbefalls aufgedunsenen Gesicht.
"Hör auf, mich zu veralbern!"
"Das liegt nicht in meiner Absicht."
"Ich habe es soooo satt!"
"Ich für meinen Teil bin ziemlich hungrig."
Es war abzusehen, daß die beiden langjährigen Freunde ihre Meinungsverschiedenheit nicht rechtzeitig würden beilegen vermögen, um sich vor der rasch näher kommenden Todesgefahr noch in Sicherheit bringen zu können. Ihre Mütter würden beide sehr vermissen, besonders nachts. Immerhin hatten sie sich ja gegenseitig, meistens tagsüber.
"SSSSSSSssssssttttttttttt-hugguggu!" Das war das Geräusch des Transporterstrahls, als er auf Siegesfried traf.
"Huch", meinte Siegesfried und verschwand.
"SSSSSSSsssssstttttttttt-huggugguggugguggugguggugguggugguggugguggugguggu ... krrrrt ...
ugguggugguggugguggu!" Das war das Geräusch des Transporterstrahls, als er erhebliche Schwierigkeiten damit hatte, die fette Ratte Edgar der irdischen Schwerkraft zu entreißen. "Huch", meinte Edgar, "das ist aber eine verdammt vertrackte Situation. Hilfe, zu Hilfe, kommt denn niemand, der mich retten will? Ist mein Leben derart entbehrlich? Ist mein Flehen den Euren nicht Antrieb genug? Oh, verdorbenes Licht des Tages, verschmähen magst du das Leid des ergebenen Knechtes, oh, rätselhafte Schatten der dunkelsten Nacht, ich werde kommen, euch zu richten! Verrotten mögen eure Gebeine im Angesichte des jüngsten Gerichtes!"
"Ugguggu!" Der Transport war abgeschlossen.
Edgar war nicht mehr auf der laubbedeckten Landstraße.
Edgar war jetzt wo ganz anders.
Edgar war jetzt an Bord eines außerirdischen Raumschiffs, dessen Namen Edgar nicht kannte.
Edgar gab dem außerirdischen Raumschiff, dessen Namen er nicht kannte, den Namen Fluffie.
Fluffie, das Raumschiff.
Fluffie das Raumschiff war ein seltsamer Ort. Es sah aus wie eine riesig große Halle. Fluffie das Raumschiff ihm seine Halle war dermaßen riesig groß, daß Edgar nicht erkennen konnte, wie riesig groß die Halle wirklich war, denn ein Großteil der Halle, die riesig groß war, lag im Dunkeln. Ein Dunkel, das so dermaßen dunkel war, daß nur ganz wenig von dem Teil, in dem Edgar gerade stand, sichtbar war.
Edgar stand in einer Ecke. Die Ecke hatte einen 90-Grad-Winkel. Rechts von ihm war eine Wand. Hinter ihm war eine Wand. Links von ihm wars dunkel, wie üblich, über ihm war eine Decke und unter ihm ein Fußboden. Edgar nannte den Fußboden Hugo. Hugo lächelte ihn an. Ja, Hugo lächelte. Hugo hatte ein Gesicht. Und noch eines. Und noch eines. Hugo war voller Gesichter. Als Edgar genauer hinguckte, merkte er, daß Hugos Gesichter gar nicht lächelten, sondern vor Schmerz und Verzweiflung verzerrte Fratzen waren. Fratzen mit Haut. Fratzen AUS Haut. Hugo war ein riesengroßer Teppich aus Gesichtshaut von bei lebendigem Leibe gehäuteten Kindern. Das wurde Edgar bewußt, als er am Rande seiner linken Wahrnehmung links von ihm im Dunkel eine außerirdische Maschine dabei beobachtete, wie sie schreienden, nackten Kindern bei lebendigem Leibe die Haut abzog, um diese hinterher an die Wände der riesigen Halle zu tackern. Und auf den Boden. Und an die Decke. Hugo wurde ausschließlich mit Gesichtshaut betackert, die Wände mit Torsohaut, die Decke mit Extremitätenhaut.
"Was wohl mit der Penis- und Vulvahaut der Kinder passiert?" Edgar hatte diese Frage kaum unausgesprochen fertig gedacht, da hörte er aus Richtung seiner vorderen Halbrechte eine Stimme.
"BLOOOOOOOONDIEEEEEE! HIEERHÄÄÄÄR! ZACKZACK!"
Die Stimme war laut, dröhnig und furchtbar.
Edgar nannte die Stimme Ladröfur.
Fluffies Hugo entlangschleichend folgte Edgar Ladröfur in die Richtung, aus der die Stimme kam, der Edgar den Namen Ladröfur gegeben hatte, weil sie laut, dröhnig und furchtbar war. "BLOOOOOOOONDIEEEEEE!" Langsam wurde Ladröfur immer lauter, immer dröhniger und immer furchtbarer, so daß Edgar mit dem Gedanken spielte, Ladröfur in Imlaimdröimfur umzubenennen. Dann spielte er mit dem Gedanken, mit sich selbst zu spielen, solange es um ihn herum so angenehm dunkel und anonym war.
Urplötzlich spurtete ein Hund an Edgar vorbei, freudig mit dem Schwanz wedelnd und zielstrebig auf Se Wois Formallie Nohn Äs Ladröfur zuhechelnd.
"NEIN! NEIN! NICHT DU! BLONDIE! MIT IE! BLONDIE, HIERHÄR! ZACKZACK!"
Abrupt hielt der Canis lupus familiaris in seiner Bewegung inne und setzte sich mit seinem Hintern auf die Hakennase des kleinen Jimmy, der nun teilweise Teil von Hugo war. Blondi, der Hund, fühlte sich offenbar nicht mehr von der Stimme, die Edgar aus Gründen semantischer Vereinfachung bei sich wieder Ladröfur nannte, angesprochen, denn er schrieb sich mit einfachem Ih am Ende und nicht mit IE. Blondi guckte Edgar in die Augen, Edgar Blondi nach wie vor interessiert auf den Hintern.
"Maria, you've gotta see her! Go insane and out of your mind ..."
Eine fünfköpfige New-Wave-Band kam aus einer anderen Ecke der Dunkelheit auf Ladröfur zu, nicht ganz so enthusiastisch wie der Hund mit der Nase Jimmys im Arsch zuvor, dafür aber singend und musizierend. Einer trug zwei Kirchenglocken vor sich her und bimmelte diese im Takt. Die enorme Kraftanstrengung, die ein gewöhnlicher Mensch aufwenden müßte, um zwei Kirchenglocken vor sich herzutragen, sah man ihm nicht an und auch der erhebliche Größenunterschied zwischen seinem Körper und den beiden Glocken schien kein Problem darzustellen. Fluffie das Raumschiff pfiff ganz offenbar mit geradezu anmaßender Ignoranz auf jegliches Naturgesetz. Edgar folgte Blondie, die eigenen Glocken von angenehm prickelnder Gänsehaut überzogen.
"Latina, Ave Maria. A million and one candlelights ..."
Sie bewegten sich an einer von Fluffies Wänden entlang auf die Ecke von Fluffies Innenleben zu, die gegenüber von der Ecke liegen mußte, in der Edgar seine Wanderschaft durch Fluffie begonnen hatte. Ladröfür schrie: "BLONDIE!". Blondie sangen: "I've seen this thing before - in my best friend and the boy next door". Blondi war, mittlerweile außer Sichtweite, ruhig und mit merkwürdig angespanntem Gesichtsausdruck auf Jimmy sitzengeblieben. Jetzt wurde, bevor es dem Leser entgültig zu langweilig wird, in der näheren Entfernung ein rotes Schimmern sichtbar. Das Schimmern wurde heller. Das Schimmern wurde noch heller. Das Schimmern war jetzt so hell, daß Edgar alles sehen konnte, was das rote Schimmern schimmernd umgab.
Edgar starrte mit aufgerissenen Augen ... ohne aufgerissene Augen wäre ihm das Starren wohl zu schwer gefallen ... auf die nun in ihrer Gesamtheit sichtbaren zweiten Ecke der riesig großen Halle. In ihr stand ein Bett. Es war aus Kinderknochen gefertigt und mit wahrscheinlich ebenfalls von Kindern stammenden Penis- und Vulvahaut, besonders letztere war auf Anhieb eindeutig als solche zu erkennen, überzogen. Auf dieser bestialischen Struktur kauerte eine Bestie. Die Bestie hieß Adolf Hitler und sah aus, wie man sich Adolf Hitler eben so vorstellt, nur noch ein bißchen bestialischer. Ladröfur entwich unmittelbar seiner Kehle, als der bestialische Massenmörder sprach:
"KOMMT HÄR! KOMMT ZU MIR!"
Blondie stellten das Lärmen ein und krochen zu Adolf aufs Knochenbett. Der Frau biß Adolf mit seinen vampirähnlichen Reißzähnen die Kehle durch und trank ihr warmes, unmusikalisches Blut. Danach brach er den Hals der Frau an Nackenwirbel 3 sauber ab, warf den Schädel hinter sich und fummelte uninspiriert im offenen Rachenbereich umher, bis er die Speiseröhre gefunden hatte, die er nun samt Verdauungstrakt aus dem Hals der Frau zog, um genüßlich an ihr zu zuckeln.
Hernach zerstückelte er die übrigen Mitglieder der Band mit den überdimensionalen Skorpionsklauen, die ihm zwischenzeitlich aus den Nieren gewachsen waren. Edgar staunte nicht schlecht. Wie hatte es Adolf, der lange tot sein sollte, wohl geschafft, Blondie zu überreden, sich von ihm massakrieren zu lassen? So furchtbar war deren Musik nun auch nicht gewesen, als daß sie sich selbst ein solches Ende hätten verordnen wollen, um ihre irdischen Untaten zu sühnen. Als Adolf gerade dabei war, mit seinem schlundbewehrten Unterleib nach den gehäckselten Musikerresten zu schnappen, näherte sich Blondi Edgar von hinten, langsam und unbeeindruckt vom Geschehen.
Blondi kam weiterhin näher. Sie verwirklichte dies, indem sie unter Zuhilfenahme von Körpermotorik im Einklang mit universell Gültigkeit besitzenden Naturgesetzen, Fluffies Eigenwilligkeit diesbezüglich offenbar ebenso eigenwillig ignorierend, den räumlichen Abstand zwischen sich selbst und Edgar meßbar verringerte. Gerne hätte sie diesen Abstand auch temporal relativiert, aber sie war nur ein Hund. Ein Hund, der Edgar mit jedem Schritt, den Edgar nicht tat, da er regungslos an dem Platz, an dem Edgar gerade verharrte, verharrte, noch viel näher kam. Zwar war Blondi noch nicht nah genug an Edgar, um einer an dieser Stelle mutmaßlich erhobenen Behauptung, sie sei ihm in diesem Moment überaus nah gewesen, realistische Rechtfertigung zukommen lassen zu können, aber sie war nah genug, um einen Beobachter ihrer Fortbewegung zu der Annahme hätte verleiten lassen, sie wäre nicht mehr weit davon entfernt, ihm überaus nahe zu sein.
Eventuell hätte es sich von Halbdreiviertelnähe sprechen lassen oder von Verlängerter-Riesentenkakelarm-Distanz, wäre denn ein Gespräch über etwas dermaßen Irrelevantes in diesem Moment überhaupt zustande gekommen zwischen den ohnehin weder im Singular noch im Plural anwesenden Beobachtern des Blondifortbewegungsvorganges. Sicherlich hätten sich rein theoretisch gedacht mit Edgar und dem dämonischen Knochenbettbeläger genügend wahrnehmungsfähige Individuen in sensorischer Reichweite des Geschehens aufgehalten, um sowohl die Bewegung zu registrieren als auch in ein Zwiegespräch über deren Definition zu verfallen, jedoch stand Edgar mit dem Rücken zu Blondi und der Führer war mit dem Auswürgen der unverdaulichen Blondie-Accessoires mehr als nur in ausreichendem Maße überbeschäftigt.
"POTZTAUSEND!" gällte Ladröfur durch die dunklen Hallen des Raumschiffs, dessen von Edgar erdachter Name mir gerade entfallen ist, da ich an dieser Geschichte schon eine Woche lang nicht mehr gearbeitet habe und zu faul bin, den Quatsch, der da bisher steht, nochmal zu lesen, als sich der augenscheinlich genetisch manipulierte Nazioberfürst an einer Haarnadel stach, die er gerade zusammen mit zahlreichen Mobiltelefonen, Intimpiercings und langer Unterwäsche gegen die Kälte der Welt und der Menschen und so alles auszukotzen im Begriff war. Der Nadelstich befand sich unterhalb des Oberlippenbärtchens und bewirkte sogleich, daß Hitler in einen 10000-jährigen Schlaf fiel, den nur der Kuß einer ihn liebenden Jungfrau würde vorzeitig beenden können.
Zwar empfand Edgar den nun schnarchend auf der Seite sabbernden Mutantenführer als durchaus attraktiv, nur leider war er keine Jungfrau mehr, seit sein Vater vor Jahren gestorben war. Die Trauer über den Tod seines Vaters, die er in all dieser Zeit stets vor sich selbst verheimlicht hatte, stieg in ihm hoch wie eine Wasserstoffbombendetonation und mit einem kräftigen Ruck brach Edgar sein eigenes Genick und war jetzt endlich ebenfalls tot.
Blondi hatte es aufgegeben, Edgar und ihrem Herrchen näher kommen zu wollen. Das Näherkommen an sich hatte für sie jedweden Reiz verloren. Also kehrte sie ihr Vorhaben ins Gegenteil und ihren Körper um, wobei sie aussah wie ein auf die erdnahe Umlaufbahn gefallener Engel mit Flügelherpes und trottete nun von Edgar und Adolf weg in die Dunkelheit hinein. Sie trottete und trottete und eine ziemlich lange Zeit lang passierte nichts Erwähnenswertes.
Diese Zeit möchte ich mit folgender Mitteilung überbrücken:
Madita ist eine verlogene Fotze.
Zurück zum Text.
Trottenden Schrittes muvte das chillige K9 sauflings. Da kam evenyonder Sheeperhound auf ein Hindernis zugetrottet, mit dem erSieEs nicht gerechnet hatte. Eine Mauer. Eine Mauer inmitten des mittelpunktlosen Endlosgetrottes. Zwei Torbögen ermöglichten jeweils eine Passage, direkt durch die Mauer hindurch. Blondi hätte die Torbögen mit einem kreativen Spitznamen belegen können, aber sie war nur ein Hund, der außerdem der Ansicht war, jeder Running-Gag laufe sich früher oder später zwangsläufig tot.
Nun stand Blondi also vor der Mauer mit den beiden Torbögen und zeitgleich vor der Wahl, welchen der Torbögen sie nun passieren wollen würde. Der linke Torbogen war groß. So groß, daß ein gewöhnlicher Mensch ihn problemlos hätte durchschreiten können. Der zweite Torbogen war kleiner. So klein, daß man schon Hund sein mußte, um durchzupassen.
Blondi erinnerte sich an das, was ihr Vater ihr immer gesagt hatte, bevor er während des Rußlandfeldzuges aus Gewissensgründen die Fronten wechselte: "Vergiß nie, daß du Hund bist. Eines Tages, wenn du allein an Bord eines Raumschiffs umhertrottest und dich vor eine schicksalhafte Wahl gestellt siehst, wird dieser Umstand dein Leben retten!"
Blondi trottete folgerichtig durch den kleineren Torbogen, welcher, wer hätte es gedacht, mit einer Hunde-Abwehr-Vorrichtung ausgestattet war, die Blondi mit vielfarbigen Laserstrahlen vielteilte, noch bevor sie den Bogen halb durchquert hatte.
"HAHA! VERARSCHT!" erschallte die hämische Stimme ihres Vaters ein letztes Mal in Blondis Spitzohr, bevor sie die Rosette für immer zukniff.
Da nun im Handlungsort nahen Umkreis niemand mehr am Leben bzw. bei Bewußtsein war, verlagerte sich die Erzählperspektive an einen völlig anderen Ort, auch temporal, denn die Erzählperspektive war kein Hund und konnte durch die Zeit reisen, wie es ihr gefiel. Und zwar geradewegs ans Kreuz, an dem Jesus gerade hing und blutete und darbte.
Ja, da hing er nun rum, der zu Lebzeiten leidlich populäre Messias, blutete wie Sau und darbte bitterlich.
Ein Windzug tufftuffte an ihm vorüber. Dadurch änderte sich jedoch nichts an der Notlage des Hängeheilands.
Um den Text, der mir bereits jetzt merklich zu lange geraten ist, ein wenig abzukürzen, entschloß sich Jesus spontan dazu, seine Zeit nicht weiter zu verschwenden, den Anweisungen seines Vaters kräftig einen zu pupen, die Menschheit selber für ihre Sünden sterben zu lassen und befreite sich ob seiner Gottessohn-Superkräfte telekinetisch vom hölzernen Martergepfähl.
Da stand er nun am Boden, aufrecht, aus den riesigen Löchern in Füßen und Händen noch viel stärker blutend als vorher, was daran lag, daß da nun keine Nägel mehr drinne steckten. Eine Wachdienst habende Wachsoldatin bemerkte das unvermutete Schauspiel und rannte mit gezogenem Cladius auf Jesus zu. Als sie fast in Lynchreichweite war, drehte sich der unfaßbare Mengen an Blut Verlierende zu ihr um. Mit den verheißungsvollen und in diesem Zusammenhang verfickt coolen Worten "O'zapft is!" bündelte der bärtige Buddhakonkurrent den aus seiner linken Handfläche rinnenden Blutstrom zu einem tödlichen Lebenssaftkonzentrat in Stromlinienform, welches er der vor Erstaunen ihren Mund weit offen haltenden Romöse ohne Unterlaß in die Lungen pumpte, bis sie ebenso erschrocken wie ertrunken zu Boden sank. Aus dramaturgischen Gründen löste sich im Laufe ihres kurzen, hoffnungslosen Todeskampfes all ihre geschmacklose Klamottur in Luft auf. Somit lag eine nackte tote Frau vor den Plasma aussuppenden Mauken des heiligen Bimbam, was dessen bislang relativ ungenutzt vor sich hinundherbaumelnden Pillermann zu einer recht enttäuschenden Erektion veranlaßte.
Der dergestalt aufgegeilte Dornenkronenträger registrierte ein latent rückläufiges Blutaustrittsvolumen an den Wundmalen und schlußfolgerte messerscharf, die in seinem Penis zur Aufrechterhaltung der Paarungswilligkeitsindikation dauerhaft benötigte Blutzufuhr könne seine Wunden austrocknen lassen.
Natürlich brauchte er zu diesem Zwecke einen wesentlich größeren Bedarf, als ihn seine natürliche Bestückung zu verarbeiten vermochte.
Also ließ er seinem Bauchnabel einen Zweitdödel entsprießen, der unnatürlich groß war und immer weiter anschwoll. Ein gigantischer Bauchnabelständer von megalindwurmhaften Ausmaßen preschte über Stadt, Land, Wald und Flur hinweg, bis alles Blut in den Monsterschwängel geleitet worden war und die Hände und die Füße des verlegen grinsenden Prängelpistoleros mit dem Ausscheiden von Körperflüssigkeit aufgehört hatten.
Wohl wissend, daß er all die gigatonnenschwere Mannespracht nicht ewiglich würde emporragen lassen können, verschloß Jesus die Löcher in seinen Füßen mit seiner Omnipotenz entwachsenen warpfähigen Antigravitationsdüsen, das Loch in seiner linken Hand mit einem halborganischen Flammenwerfer, das Loch in seiner rechten Hand mit einem Handlochstöpsel aus Kautschuk.
Alsbald begann der sich jedes denkbaren Superlativs überlegen wähnende Liebesmuskel sichtlich zu erschlaffen, wodurch er in erster Konsequenz wie ein nasser, penisförmiger Gigantensack gen Erdboden klatschte, was weit über eine Million Menschen, diverse katholische Kühe, die gekommen waren, um den monströsen Einstand ihres Herrn zu begutachten und etwa zehnzigtausendmilliarden Morgen Landmasse unberührter Natur das Leben kostete.
Die schrumpelig zu werden drohende Eichel blieb panisch nach Luft schnappend unmittelbar vor einem griechischen Lockenschönling liegen, der schwuler war als die Zeitrechnung Tage hatte und ob der nach wie vor beeindruckenden Ausmaße des vor ihm brachliegenden Schlappschwanzes sofort selber eine ordentliche Latte bekam. Der vor akutem Penisneid verwirrte Bauchnabelpenis sah dies und dachte: "Wenn ich jetzt irgendwas sexuell Relevantes tätige, werd ich vielleicht wieder größer."
Also saugte der große Pimmel den kleinen Pimmel mit aller Kraft zu sich heran, bis der kleine Dödel in der Harnröhre des großen Dödel gänzlich verschwand.
Ladies und Gentlemen ... Sie erleben gerade den allerersten interphallischen Blowjob der Weltgeschichte. Seien Sie also gefälligst beeindruckt und rücken Sie die Höchstwertung raus! ICH BRAUCHE EIN ERFOLGSERLEBNIS! Sonst werde ich verbittern und einsam sterben.
Gott sah alles mit an und fand die Nummer voll Moppelkotze. Tuntige Wadenwürmchen, keine Auferstehung, nix mit Christentum, der ganze Drehplan war im Arsch. Gott war dermaßen wütend auf Jesus, daß er seinerseits einen riesigen Dödel aus dem Bauchnabel wachsen ließ, der vom Himmel zur Erde hernieder schoß und dem Jesus-Bauchnabel-Pimmel die Eichelspitze samt Griechenschwuchtel abbiß. Das tat dem Jesus fürchterlich weh und vor lauter Schreck und Aua und so alles zog sich der verstümmelte Bauchnabelpenis in astronomischer Geschwindigkeit in den Bauchnabel zurück, aus dem er einst geboren wart. Dummerweise blieb aufgrund der allzu hastigen Rückwärtsbewegung die angeknabberte Vorhaut an den wild wuchernden Schamhaaren Christi hängen, doch der Penis wollte unbedingt und mit aller Kraft in den Bauchnabel zurück, so daß er zerrte und zog mit aller Kraft, aber es half alles nichts, die Vorhaut hing fest und ließ nicht locker.
Nach etwa 3 Stunden panischen Vorhautgezuppels hatte Gott schließlich Erbarmen und ließ eine Gruppe fähiger Chirurgen neben Jesus aus dem Gras wachsen, die sich sogleich ans Werk machten.
Der ungezogene Jungfrauengeburtbastard staunte nicht schlecht, als er das ihn von Zuppelschmerz und öffentlicher Erniedrigung erlösende Skalpell am Rande seiner Wahrnehmung kurz aufblitzen sah. Die Vorhaut wurde entfernt. Er betrachtete seinen blutenden Bauchnabel. Nun war er ein Mann.
Gott wünschte Jesus zornentbrannt zum Teufel.
Ruckizuckihastenichgesehnkawummsnochmal fand sich Jesus an Bord Fluffies, des Raumschiffes wieder, unmittelbar neben dem Kinderknochenbett, auf dem ein verführerischer Führer seinen Märchenschlaffluch abranzte. Jesus verliebte sich augenblicklich in den friedlich vor sich hinröchelnden Adolf und küßte seinen Blondie-Überreste-Gammel-behafteten Mund.
Da der Schlaffluch nicht auf die Berücksichtigung von Bauchnabelmannesreife geeicht war, öffnete der Führer seine stechend blauen Augen und schlug Jesus mit der geschlossenen Faust von unten mitten zwischen die häßlichen Kinngrübchen.
Jesus bemerkte, wie sein Herz entzwei brach. "Du liebst mich nicht?" fragte er Adolf. "Dann wirst du niemanden mehr lieben. NIE WIEDER!"
Jesus richtete den Flammenwerfer auf Adolf und gab volle Pulle Zündstoff. Der Führer brannte, entgegen früherer Behauptungen, wie frisch getrocknetes Reisig. Er brannte und brannte, daß es eine wahre Freude war, unbrennbar zu sein, wie etwa der Sohn Gottes, der sich nun vom lichterloh lodernden Lausbub aus Braunau abwandte und in derselben Richtung wie einst auch Blondi Hugo entlang marschierte. Er war im Gegensatz zu Blondi streng christlich erzogen worden und konnte die um ihn herum gruppierten Kinderhäute nicht guten Gewissens betrachten. Er schnippte mit den Fingern der rechten Hand und ein großer Teppich, gewebt aus ästhetisch anmutenden Stopp-Schildern, überdeckte die scheußlichen Kinderhäute am Boden, ebenso wie Stoppschild-Wandteppiche an den Seiten. Jesus fühlte sich nun besser. Zwar war die Decke weiterhin unbeschildert, aber Jesus hatte kein Bedürfnis, nach oben zu schauen, weil er erst kürzlich von seinem Vater gemaßregelt worden war und nun gerechtfertigterweise schmollte.
Unversehens stand Jesus vor einer Mauer. In der Mauer waren zwei Torb ... naja, ist ja bekannt.
Jesus wußte aufgrund seiner seherischen Fähigkeiten, daß der kleinere der beiden Torbögen mit einer bösen Laserfalle gebubiträppt worden war und ging aufrechten Ganges durch den großen Torbogen. Der war selbstverständlich mit einer Heiland-Abwehr-Vorrichtung ausgestattet und atomisierte den armen Dussel ad hoc. Wäre er durch den kleinen Torbogen gekrochen, wäre ihm nichts passiert, denn die Hunde-Abwehr-Vorrichtung half nur gegen Hunde und Jesus war kein Hund.
Vielleicht im nächsten Leben.
Da nun mal wieder alle tot waren oder in Flammen standen oder die neue Hauptrolle in der fortlaufenden Erzählung in Hinblick auf den Werdegang der bisherigen Protagonisten dankend ablehnten, endet hiermit die Geschichte.
Epilog
Gib's zu, du dachtest, an dieser Stelle stünde "Siehe Prolog"!
Fantasieloser Taugewenig.
Und wer sich nun die Frage stellt
"Was ist orbitorts mit Siegesfried passiert?"
der hat den subtil im Text versteckten Hinweis diesbezüglich nich kapiert
und muß zur Strafe, weil er nicht aufgepaßt hat, alles nochmal lesen
so lange, bis er endlich versteht
worum es in diesem Nachwort wirklich geht.
2004/01/13
Insektenejakulat In Einklang mit der Würde ewigen Siechtums
Obgleich tief in seiner Nase die leckende Kanüle einer zerbrochenen Insulinspritze steckte, gab er sich keinesfalls beunruhigt. "Eiszeit". Er fing wieder zu singen an. "Eiszeit". Seine Augen quollen aus den Höhlen und sein Hals pulsierte sichtlich vor Anstrengung. "Wenn die Määrää untergehn und die Äärdää bwicht." Der ihm gallonenweise entweichende Wahnsinn schwappte auf mich zu, überschwemmte meinen Lebenswillen.
"WENN DIE ÄÄRDÄÄ BWII-HIICHT!" Er schrie diese dümmlichen Worte voller Wut, voller Verzweiflung, als letze Klage eines aufbegehrenden Sterbenden, ein von übermächtiger Verdammnis gestaltlicher Fasern durchnäßter Fluch. Er war nicht mehr der Mann, den ich einmal kannte. Er war gekommen, mich zu richten, er war mein meinen Seelenfunken verzehrender Henker geworden.
Keine Sekunde lang schien die leckende Kanüle dieser unnützen Insulinspritze sein Handeln zu beeinträchtigen. Von all den meine bewußte Wahrnehmung tangierenden Merkwürdigkeiten vermochte mich keine stärker zu irritieren. Es gab Tage, da war es für ihn schon unerträglicher Erlebensbalast gewesen, wenn sich ein autonomes Nasenhärchen nicht bändigen lassen wollte oder ein homosexueller Marienkäfer auf der Spitze seines herausragenden Riechkolbens Platz nahm, um in Frieden und Freiheit ohne Furcht vor Mißhandlung oder Diskriminierung zu onanieren. Hach, wie albern.
Sie schüttelte leicht den Kopf.
Wie konnte es ihn nur so demonstrativ unberührt lassen, die leckende Kanüle einer zerbrochenen Spritze in der Nase stecken zu haben? Ich hatte wohl den falschen Einstichwinkel gewählt, möglicherweise hatte auch eine Art spontane Taubheit bei ihm eingesetzt.
"Und der letzte Mensch bittet um den Tod."
Je näher er mir kam, umso unruhiger zuckten seine entgleisten Gesichtszüge im Takt jener rumänischer Fanfaren, die das Ende der uns bekannten Welt einzublasen nicht müde wurden, nicht müde werden durften, denn so wie der Irrsinn heterosexueller Zweisamkeit war auch die Compact-Disc-Lichtberieselungseinheit auf "Repeat" eingestellt. An dieser Stelle zog er sonst immer das Messer. Wo bleibt das Messer? Konzentration.
Ihr Blick gefror zu Eis.
Sein dümmliches Gesicht setzte zu dem für ihn und Seinesgleichen typischen Siegesgrinsen an. Die leckende Kanüle der zerbrochenen Insulinspritze hatte sich auf seine Seite geschlagen. Langsam kroch ein kleines, silbrig glänzendes Etwas aus seiner Nase, erst in Form einer übergroßen Rotzsehne, zäh und glibbrig, dann, immer länger werdend und an den Enden spitz zulaufend, als könne ein Gedanke, eine starke Emotion des Hasses, langjähriger Folterqualen an der Seite eines nicht mehr als Mensch, eher als Gottestrafe ohne Option auf Bewährung oder vorzeitige Begnadigung wahrnehmbarem Gegenstücks selbstständig in reale Materie übergehen; ein Akt psychologischer Notwehr von barbarischer Intensität, wesentlich zu stark, zu unbändig, als daß eine einfache Insulinspritze erfolgversprechende Opposition hätte leisten können.
"Rotes Telefon wenn du versagst."
Seine stechenden, begierigen Blicke konnten mich nicht töten, die Auswüche seiner verletzten Nasenschleimhaut jedoch waren mittlerweile zu einer furchteinflößenden Stichwaffe gereift, mannesgroß und scharf wie der bröckelige Peperonisud, von dem sie bedeckt war. Er nahm den blutroten Todespopel in beide Hände und erhob ihn drohend über sein wasserballförmiges Haupt von eher schmierig-körniger Konsistenz, ohne von der durch diese Aktion nun in Gänze vom Gesicht abtrennenden Nasenflügel Notiz zu nehmen, die in Folge dessen wie in Zeitlupe federgleich zu Bode schwebten, als wollten sie diesem diabolischen Moment eine gewisse Erhabenheit verleihen. Er würde mir seinen Todespopel ruckartig tief zwischen meine Augen versenken, mich mit einem einzelnen kräftigen Streich gen Hölle der Länge nach zerteilen, die beiden zusammengesackten Hälften meines Körpers auf dem grünfarbenen PVC-Boden anatomisch korrekt aneinander ausrichten, meine Arme für mich, die ich nicht mehr fähig wäre, dies selbst zu tun, im rechten Winkel zum übrigen Körper ausbreiten, um in liebevoller Kleinarbeit die waagerechte Teilung in Angriff zu nehmen, von Mittelfinger zu Mittelfinger.
Er würde dabei singen, so wie er es immer tat.
"Und aus den Quellen schießt Blut so hoch bis zum Saturn."
Danach würde er mir eine Krone aus selbsterzeugtem Kot um den Kopf herum installieren.
"Schließlich war die dumme Kuh katholisch!" So würde er sich unseren Freunden und Familien gegenüber rechtfertigen. Alle würden sie ihm zustimmen. "Ja, das stimmt, katholisch war sie wirklich. Wenn sie irgendetwas gewesen ist, dann das."
Er holte zum letalen Stoß aus. Ich würde es jeden Moment überstanden haben. Ich schloß die Augen.
Sie schloß die Augen.
"Und die Äärdää bwi-Und die Äärdää bwi-Und die Äärdää bwi-Und die Äärdää bwi-Und die ..."
"Schatz, kannst du bitte die Anlage ausschalten? Die CD hängt."
"Gerne."
Sie lächelte ihn an.
Die Spritze war eine dumme Idee gewesen. Vielleicht sollte ich nächstes Mal dem Rosenkranz eine Chance geben.
-----------------------------------------------------------------------------------
Copyright 2012 by Sam Dave Mister
"Eiszeit" - Lyrics © Ariola/Maffay, © Sony Music Entertainment Germany GmbH 1982-2012
"Insektenejakulat" © 2011 Scheibenkleistermeister And The Beenbonesuckers, Gesinnungsköter GmbH & Co.KG
"CD", "Compact Disc" and "Compact-Disc-Lichtberieselungseinheit" created by Sony/Philips/PolyGram/goodoldLudwigvan
"Repeat" and all its word grammar are property of the English language (UK). All rights reversed, except for animal food.
"WENN DIE ÄÄRDÄÄ BWII-HIICHT!" Er schrie diese dümmlichen Worte voller Wut, voller Verzweiflung, als letze Klage eines aufbegehrenden Sterbenden, ein von übermächtiger Verdammnis gestaltlicher Fasern durchnäßter Fluch. Er war nicht mehr der Mann, den ich einmal kannte. Er war gekommen, mich zu richten, er war mein meinen Seelenfunken verzehrender Henker geworden.
Keine Sekunde lang schien die leckende Kanüle dieser unnützen Insulinspritze sein Handeln zu beeinträchtigen. Von all den meine bewußte Wahrnehmung tangierenden Merkwürdigkeiten vermochte mich keine stärker zu irritieren. Es gab Tage, da war es für ihn schon unerträglicher Erlebensbalast gewesen, wenn sich ein autonomes Nasenhärchen nicht bändigen lassen wollte oder ein homosexueller Marienkäfer auf der Spitze seines herausragenden Riechkolbens Platz nahm, um in Frieden und Freiheit ohne Furcht vor Mißhandlung oder Diskriminierung zu onanieren. Hach, wie albern.
Sie schüttelte leicht den Kopf.
Wie konnte es ihn nur so demonstrativ unberührt lassen, die leckende Kanüle einer zerbrochenen Spritze in der Nase stecken zu haben? Ich hatte wohl den falschen Einstichwinkel gewählt, möglicherweise hatte auch eine Art spontane Taubheit bei ihm eingesetzt.
"Und der letzte Mensch bittet um den Tod."
Je näher er mir kam, umso unruhiger zuckten seine entgleisten Gesichtszüge im Takt jener rumänischer Fanfaren, die das Ende der uns bekannten Welt einzublasen nicht müde wurden, nicht müde werden durften, denn so wie der Irrsinn heterosexueller Zweisamkeit war auch die Compact-Disc-Lichtberieselungseinheit auf "Repeat" eingestellt. An dieser Stelle zog er sonst immer das Messer. Wo bleibt das Messer? Konzentration.
Ihr Blick gefror zu Eis.
Sein dümmliches Gesicht setzte zu dem für ihn und Seinesgleichen typischen Siegesgrinsen an. Die leckende Kanüle der zerbrochenen Insulinspritze hatte sich auf seine Seite geschlagen. Langsam kroch ein kleines, silbrig glänzendes Etwas aus seiner Nase, erst in Form einer übergroßen Rotzsehne, zäh und glibbrig, dann, immer länger werdend und an den Enden spitz zulaufend, als könne ein Gedanke, eine starke Emotion des Hasses, langjähriger Folterqualen an der Seite eines nicht mehr als Mensch, eher als Gottestrafe ohne Option auf Bewährung oder vorzeitige Begnadigung wahrnehmbarem Gegenstücks selbstständig in reale Materie übergehen; ein Akt psychologischer Notwehr von barbarischer Intensität, wesentlich zu stark, zu unbändig, als daß eine einfache Insulinspritze erfolgversprechende Opposition hätte leisten können.
"Rotes Telefon wenn du versagst."
Seine stechenden, begierigen Blicke konnten mich nicht töten, die Auswüche seiner verletzten Nasenschleimhaut jedoch waren mittlerweile zu einer furchteinflößenden Stichwaffe gereift, mannesgroß und scharf wie der bröckelige Peperonisud, von dem sie bedeckt war. Er nahm den blutroten Todespopel in beide Hände und erhob ihn drohend über sein wasserballförmiges Haupt von eher schmierig-körniger Konsistenz, ohne von der durch diese Aktion nun in Gänze vom Gesicht abtrennenden Nasenflügel Notiz zu nehmen, die in Folge dessen wie in Zeitlupe federgleich zu Bode schwebten, als wollten sie diesem diabolischen Moment eine gewisse Erhabenheit verleihen. Er würde mir seinen Todespopel ruckartig tief zwischen meine Augen versenken, mich mit einem einzelnen kräftigen Streich gen Hölle der Länge nach zerteilen, die beiden zusammengesackten Hälften meines Körpers auf dem grünfarbenen PVC-Boden anatomisch korrekt aneinander ausrichten, meine Arme für mich, die ich nicht mehr fähig wäre, dies selbst zu tun, im rechten Winkel zum übrigen Körper ausbreiten, um in liebevoller Kleinarbeit die waagerechte Teilung in Angriff zu nehmen, von Mittelfinger zu Mittelfinger.
Er würde dabei singen, so wie er es immer tat.
"Und aus den Quellen schießt Blut so hoch bis zum Saturn."
Danach würde er mir eine Krone aus selbsterzeugtem Kot um den Kopf herum installieren.
"Schließlich war die dumme Kuh katholisch!" So würde er sich unseren Freunden und Familien gegenüber rechtfertigen. Alle würden sie ihm zustimmen. "Ja, das stimmt, katholisch war sie wirklich. Wenn sie irgendetwas gewesen ist, dann das."
Er holte zum letalen Stoß aus. Ich würde es jeden Moment überstanden haben. Ich schloß die Augen.
Sie schloß die Augen.
"Und die Äärdää bwi-Und die Äärdää bwi-Und die Äärdää bwi-Und die Äärdää bwi-Und die ..."
"Schatz, kannst du bitte die Anlage ausschalten? Die CD hängt."
"Gerne."
Sie lächelte ihn an.
Die Spritze war eine dumme Idee gewesen. Vielleicht sollte ich nächstes Mal dem Rosenkranz eine Chance geben.
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Copyright 2012 by Sam Dave Mister
"Eiszeit" - Lyrics © Ariola/Maffay, © Sony Music Entertainment Germany GmbH 1982-2012
"Insektenejakulat" © 2011 Scheibenkleistermeister And The Beenbonesuckers, Gesinnungsköter GmbH & Co.KG
"CD", "Compact Disc" and "Compact-Disc-Lichtberieselungseinheit" created by Sony/Philips/PolyGram/goodoldLudwigvan
"Repeat" and all its word grammar are property of the English language (UK). All rights reversed, except for animal food.
2003/03/10
Ein Kessel Dunkelbuntes
Sie schrie. "ZEHN!" Riß die Augen weit auf. Ich kam gerade. Sie meinte hinterher, ihr sei danach gewesen. Es habe nichts bedeutet. Ich sei eben eine glatte 10, meinte sie unter erzwungenem Grinsen.
"NEUN!" Die 9 hatte ich bereits angekreuzt. Sie wollte mir weismachen, die 9 nicht vorgeschlagen zu haben. Sie tippe immer nur ihr Geburtsdatum und da ist keine 9 drinnen, versicherte sie mir. Aber das war gelogen. Es war laut und deutlich eine "NEUN" gewesen. Ein Schrei.
"ACHT!" Ich war gerade vom Motel, Apartment 8 zurückgekommen. Hatte mich richtig erschrocken, weil ich dachte, sie wisse von Lisa. Aber sie winkte mir nur freundlich zu. Wie immer.
"SIEBEN!" Sie zitterte am ganzen Körper, als ich sie in der Küche fand, am Boden kauernd, weinend. Sie fragte mich, was mit ihr geschehe. Ich schwieg und drückte sie fest an mich. Bis zum Morgengrauen.
"SECHS!" Diesmal war es eine Art Gelächter gewesen. Krächzend und haßerfüllt, diabolisch beinahe. Sie stickte unbeirrt weiter, starrte mich an. Wie eine Fremde.
"FÜNF!" Schon 4 Wochen lang hatten wir versucht, ihre Ausbrüche auf Band zu bannen, nun war es endlich geglückt. Ich hätte vor jedem Gericht beschworen, gesehen zu haben, wie ihre Augen für kurze Zeit erloschen waren, aber die Aufzeichnung strafte mich Lügen.
"VIER!" Fast hätte sie mir an diesem Abend mit dem Käsemesser das Gesicht aufgeschlitzt. Es sei nicht ihre Schuld, sie habe sich nicht unter Kontrolle in diesen Momenten. Es fühle sich an, als stünde sie in Flammen. Ich wußte nicht mehr, was ich glauben sollte. Die Situation fing an, mir zu entgleiten.
"DREI!" Ausgerechnet nach ihrer allerersten Therapiesitzung. Wie zum Hohne, als wolle ihr Dämon uns wissen lassen ... 'Auf diese Weise kriegt ihr mich nicht. Ihr seid verflucht. Chancenlos. Verloren.'
"ZWEI!" Sie bewarf mich mit dem Torso unserer Katze und brach auf dem Badewannenvorleger zusammen. Ich trug sie auf Händen in Richtung Schlafzimmer, als sie plötzlich erwachte und sich in mein Ohr verbiß. Unter Schmerzen ließ ich sie auf dem Treppenabsatz fallen. Sie schlug hart auf dem Steinboden der Eingangshalle auf, brach sich deutlich erkennbar das linke Bein.
Unter verzweifeltem Wimmern versuchte sie, sich aufzurichten, als sie plötzlich den Kopf zu mir drehte und kaum hörbar "EINS!" flüsterte, bevor sie erneut zusammenbrach.
Ich habe die durchgedrehte Irre danach umgehend abgestochen. Diese Art von Streß braucht niemand.
"NEUN!" Die 9 hatte ich bereits angekreuzt. Sie wollte mir weismachen, die 9 nicht vorgeschlagen zu haben. Sie tippe immer nur ihr Geburtsdatum und da ist keine 9 drinnen, versicherte sie mir. Aber das war gelogen. Es war laut und deutlich eine "NEUN" gewesen. Ein Schrei.
"ACHT!" Ich war gerade vom Motel, Apartment 8 zurückgekommen. Hatte mich richtig erschrocken, weil ich dachte, sie wisse von Lisa. Aber sie winkte mir nur freundlich zu. Wie immer.
"SIEBEN!" Sie zitterte am ganzen Körper, als ich sie in der Küche fand, am Boden kauernd, weinend. Sie fragte mich, was mit ihr geschehe. Ich schwieg und drückte sie fest an mich. Bis zum Morgengrauen.
"SECHS!" Diesmal war es eine Art Gelächter gewesen. Krächzend und haßerfüllt, diabolisch beinahe. Sie stickte unbeirrt weiter, starrte mich an. Wie eine Fremde.
"FÜNF!" Schon 4 Wochen lang hatten wir versucht, ihre Ausbrüche auf Band zu bannen, nun war es endlich geglückt. Ich hätte vor jedem Gericht beschworen, gesehen zu haben, wie ihre Augen für kurze Zeit erloschen waren, aber die Aufzeichnung strafte mich Lügen.
"VIER!" Fast hätte sie mir an diesem Abend mit dem Käsemesser das Gesicht aufgeschlitzt. Es sei nicht ihre Schuld, sie habe sich nicht unter Kontrolle in diesen Momenten. Es fühle sich an, als stünde sie in Flammen. Ich wußte nicht mehr, was ich glauben sollte. Die Situation fing an, mir zu entgleiten.
"DREI!" Ausgerechnet nach ihrer allerersten Therapiesitzung. Wie zum Hohne, als wolle ihr Dämon uns wissen lassen ... 'Auf diese Weise kriegt ihr mich nicht. Ihr seid verflucht. Chancenlos. Verloren.'
"ZWEI!" Sie bewarf mich mit dem Torso unserer Katze und brach auf dem Badewannenvorleger zusammen. Ich trug sie auf Händen in Richtung Schlafzimmer, als sie plötzlich erwachte und sich in mein Ohr verbiß. Unter Schmerzen ließ ich sie auf dem Treppenabsatz fallen. Sie schlug hart auf dem Steinboden der Eingangshalle auf, brach sich deutlich erkennbar das linke Bein.
Unter verzweifeltem Wimmern versuchte sie, sich aufzurichten, als sie plötzlich den Kopf zu mir drehte und kaum hörbar "EINS!" flüsterte, bevor sie erneut zusammenbrach.
Ich habe die durchgedrehte Irre danach umgehend abgestochen. Diese Art von Streß braucht niemand.
2003/02/25
Email an eine Kassenpatientin
Ich fand heute eine vollgepisste Tennissocke hinter dem Sofa und mußte dabei an dich denken.
Wieso? Woher soll ich das wissen? Wenn du dich Menschen beim Beseitigen von mit Katzenurin vollgesogenen Textilien ungebeten in deren Gedankenwelt drängst, muß ICH DICH fragen: "Was zum Teufel ist los mit dir? Ist das denn nötig? HIMMEL, WERD ERWACHSEN!!!"
Wie auch immer, die Socke ist immer noch durchnäßt. Ich habe sie zum Zwecke der Geruchsunterdrückung in ein bisher sauberes Handtuch eingewickelt und das pikante Knäuel dann im Waschbecken liegen lassen. Würdest du nur wegen eines einzelnen Maukenhäubchens die Waschmaschine anwerfen... noch dazu, wenn du um diese zu erreichen erst durchs ganze Treppenhaus stiefeln müßtest???
Na also, ich wußte doch, du bist nicht normal!
ICH jedenfalls warte darauf, daß noch genug andere Schmutzwäsche anfällt. Könnte Tage dauern... Wochen, wenn ich das Haus nicht verlasse. In der Wohnung bin ich grundsätzlich nackt, auch im Winter.
Natürlich könnte man den Konterminierungsprozess beschleunigen, würfe man einfach den gesamten Kleiderschrankinhalt auf den Boden. Meine Katze pinkelt auf alles, was an Anziehsachen auf dem Boden verweilt, seit ich ihr das Katzenklo wegrationalisiert hab. Sie ist eine verfluchte Freigängerin; sie soll gefälligst draußen pissen! Das Problem mit Miffy ist... sie ist durchgeknallt. Betteln wie ein Hund, kacken wie ein Elefant und sich selber dabei für einen Menschen halten --- all dies sind Attribute des bisher verloren geglaubten genetischen Bindegliedes zwischen Katze und Kaufhausdetektiv. Hab ich dir je erzählt, wie mich mal einer dieser Penner durch eine komplette Kleinstadtfußgängerzone verfolgt hat, weil eine 81-jährige FDP-Wählerin behauptete, mich beim Stehlen eines Lippenstiftes beobachtet zu haben? Die Alte hatte es schon ewig auf mich abgesehen, seit an der Mauer gegenüber ihres Grundstückes überall "EXY" geschrieben stand.
Eine meiner Marotten als 14 Jahre alter Psycho war es, mit einem Stück Kreide durch die Lande zu marschieren und auf allen möglichen Flächen ein "X" zu hinterlassen. Einfach so.
Jedesmal, wenn ich das tat, trällerte ich eine eigens zu diesem Zwecke komponierte Hymne vor mich hin... ich hab leider den Text vergessen, aber ich weiß noch, daß ich immer in der Zeile mit dem X ein "X" malen mußte; das war fast zwanghaft. Eines Nachmittages registrierte einer Jener, welcher meist mit mir den selben Schulbus und auch Laufweg nach Hause teilte, diese liebenswerte Schrulle und beschloß seinerseits, überall dort, wo sich mein "X" befände, ein "Y" anzuschließen. "XY" klang uns aber zu sehr nach Mord und GEZ, weshalb sich bald darauf ein drittes Individuum fand, wild entschlossen, dazu zu gehören... wozu auch immer.
Erst komplettierte er unsere dunkle Parole mit "Z", aber dieser Einfall war blöde-blöd - zu sehr Mainstream. Wir wollten schließlich was Besonderes sein! Außerdem kam die Idee auf, etwas Artikulierbares sei witziger und darüber hinaus auch wesentlich aussprechbarer. Also wurde unser dritter Mann zu einem Vokal. Er entschied sich für das "E"... seines Vornamens wegen. Kein großer intellektueller Wurf, schon klar, aber immerhin hatten wir jetzt eine Lebensaufgabe: der Welt das "EXY" zu verehren, koste es, was es wolle. Erst durchgehend in weißen Lettern, später mit unterschiedlichen Farben kreideten wir Mauern, Zäune und Bürgersteine zu im Dienste des Höheren Wohls und in Einigkeit aufbegehrend gegen eine Welt, die weit zu wenig "EXY" für diesbezüglich dringlichst bedürftige Menschen übrig zu haben schien.
Eines Tages, nur ich, das "X" also, und "Y" Dackelsohn - er hatte einen französischen Nachnamen, der so ähnlich klang - waren unterwegs, wurden wir von eben jener Rentnerin vor ihrem schwer einsehbaren Hoftor überraschend abgefangen und mit wüsten Anschuldigungen überhäuft. Sie habe uns drei beim Ausüben unseres kriminellen Treiben hinreichend häufig beobachtet; sei abgestoßen und verärgert. Sogar mit mehrjähriger Gefängnisstrafe drohte uns der keifende Klosterfrau-Melissengeist-Konsument weiblicher Geschlechtstendenz:
"ISCH WÄHß GANZ GENAU, WAS DES HÄßT! SCHWEINE!!!"
Sie vermutete hinter "EXY" offenbar einen anrüchigen Gedanken, eine sexuelle Anspielung etwa oder verbotene, politisch motivierte Hetzabsicht. Auf meine ruhige und wiederholte Bitte hin, uns den tieferen Sinn der Inschriften darzulegen, da wir diesen ja selbst nicht kannten, geriet Frankensteins Rauhaardackel erst richtig in Fahrt:
"DU DUMME SAU! ISCH RUF DIE POLIZEI!"
Während sich Dackelsohn der Verwegene während des Gespräches mit vollem Körpereinsatz darum bemühte, die anstößigen Kreidezeichen von der Mauer zu rubbeln, äußerte ich zum ersten und bis heute auch letzten Male in meinem Leben übertrieben empfundene Heiterkeit in Gegenwart eines Blut und Sabber speihenden Höhlendrachens, indem ich mich ausschüttete vor Lachen - ich konnte nicht aufhören. Drache schrie vor Wut, "X" vor Lachen und "Y" putze in Panik fast das komplette Moos aus den Mauerritzen; die Szene dauerte etwa 15 Minuten. "Y" floh und ich folgte ihm Tränen hächelnd... der Drache verstummte und lauerte im Dunkeln auf sein nächstes Opfer.
Ich hab die Alte danach nur noch zweimal gesehen, einmal in der Drogerie während der Lippengate-Äffäre und Jahre später auf der Beerdigung von... eines offensichtlich toten Menschen... irgendein Bekannter eines Freundes einer Nachbarin... Schwamm drüber; mittlerweile is der Drache bestimmt selber tot und schmort auf ewig im Fegefeuer der EXYkalypse.
Warum erzähl ich dir das eigentlich? ----------------------------------------------- Ach ja, weil die Katze auf die Socke gepisst hat.
Hast du viele Socken? Ich hab mir gerade welche bei Ebay angesehen, dann aber doch nicht dafür geboten. Ich brauch nämlich keine Socken.
Zeit für Musik.....
CHUMBAWUMBA - ON EBAY
Wußtest du, das es dieses Lied über Ebay gibt? Weird Al Yankovic hat auch eins verbrochen, natürlich aber ohne eigene musikalische Komposition. Trotzdem mag ich Weird Al, seine Michael Jackson- Interpretationen sind moderne Klassiker anspruchsvoller Popkulturverarsche. Steckt nicht in jeder Karikatur ein wenig Wahrheit? Ich hab mal ein Bild von einem Zebra gemalt, aber mir wurde mehrheitlich versichert, es handle sich bei dem Abbild um eine Heuschrecke. Versuch du mal, ein Zebra zu malen und dabei unwissentlich eine Heuschrecke zu erschaffen!!! Hab ich nie wieder hinbekommen. Um eine Heuschrecke zu malen, mußte ich nach diesem denkwürdigen Tag immer an Heuschrecken denken. Es passieren eben manchmal Dinge, die der gesunde Menschenverstand nicht entschlüsseln kann.
MIKE DINGSFIELD - MOONLIGHT SHADOW
Hilde hat steif und fest behauptet, diese deutschträllernde Bumsnudel Juliane Werding habe MOONLIGHT SHADOW persönlich intoniert. Is natürlich Quatsch, das deutsche Plagiat NACHT VOLL SCHATTEN klingt gaaaaaaaaaaaaaaaanz viel anderster. Bis ich ihr das verbindlich beigebogen hatte mußten wir 20 verschiedene Versionen beider Songs runterl... äh... im Laden auf diversen Tonträgern KAUFEN, bis sie den Unterschied der beiden Stimmen anerkannte. Allerdings kenn ich den Namen der Originalstimme auch nicht; als Interpret wird immer nur dieser Mike Soundso angeführt. Das Lied klingt nich nach einem Mike. Eher nach Kevin oder bestenfalls Pierre. Ich kannte mal einen Pierre, der sich ganz ähnlich anhörte. Ich bin nicht sicher, aber ich denke nicht, daß der eine besonders glückliche Jugend verlebte....
METALLICA - LAST CARESS
"Sweet lovely death, I'm waiting for your breath..."
Merkwürdiger Text. Wer wartet schon freiwillig auf den Atem des Todes? Was hat man davon? Hast du dir schon mal gewünscht, den Atem eines Menschen zu riechen, geschweige denn den des Todes, und warst so unendlich geil drauf, daß du darauf aktiv gewartet hast???
Warten ist nämlich nicht gleich Warten; aktives Warten verbietet jegliche andersartige Tätigkeit während des Warteprozesses. Es gibt natürlich auch die Totschläger, die in Wartezimmern Magazine lesen oder die Zeit bis zu einem wichtigen Termin verschlafen, mit unmotiviertem Fernsehinhalt vertrödeln und ähnliches... das sind alles Luschen! Sie nehmen dem Warten die Magie, die Essenz der Leere, die sowohl Trostlosigkeit als auch Hoffnung und orgasmusähnliche Vorfreudegefühle bündeln und somit stark intensivieren kann. Wer noch nie richtig gewartet hat, lebte nicht. Aber der Anlaß sollte dem Prozess angemessen sein... der Tot soll gefälligst woanders hinatmen, ich guck lieber Fernsehn. Aber nicht jetzt, ich warte gerade auf.... ich muß auf Klo, entschuldige mich kurz.
ABBA - SOS
...
PINK - JUST LIKE A PILL
...
REM - IT'S THE END OF THE WORLD AS WE KNOW IT (and I feel fine)
Ahhhh, die Rosette brennt, aber ich fühle mich frei. Wo war ich?
Ich erwarb bei Ebay ein Set originalgetreu nachgebauter Schußwaffenfeuerzeuge. Eine Beretta und einen Colt Python. Ich mag den Colt Python seit RESIDENT EVIL -- absolut überlebenswichtig wegen der Hunter. Es gibt ein paar Verrückte, die sich diesen Viechern mit der Beretta entgegenstellen, aber ich denke, man sollte sich das Leben nicht unnötig kompliziert machen.
Die Beretta ist Bond's Lieblingswaffe, zumindest als Roger Moore noch am Drücker war. Meine Alte war zutiefst abgestoßen und hat heute noch Angst, jemand könne diese Dinger für echt halten und mich beim öffentlichen Anzünden von Kippen aus eingebildeter Notwehr mit einer tatsächlich echten Knarre erschießen. Ehrlich, sooooooo realistisch sind die nicht, überall erkennt man den erheblichen Plastikanteil an unsauberen Kanten und das Magazin der Beretta is unten andeutungsweise draufgemalt. Bei der Magnum sind aber tatsächlich kleine Patronenimitate einzeln in die Trommel einsetzbar... ulkiger kleiner Schnickschnack; mit Porto etwa 30 Euro. Ich hab's ja. :-)
Immerhin... die Katze hat einen riesen Schiß vor den Dingern. Möglicherweise gerät ihre Blase deshalb so außer Kontrolle. Wünschst du dir nicht auch ein Leben, in dem das Säubern von Säugetierurin zu den Hauptereignissen deines Tages zählt?
Ok, an der Formulierung muß ich noch arbeiten, aber das Prinzip ist doch großartig!
Oder? Habe ich mein Leben verwirkt? Versagen auf der ganzen Linie????
Nö, ich hab den Socken doch weggeräumt!
SCHANDMAUL – WALPURGISNACHT
Bald isses 6, um 9 muß ich einen Teppich verlegen, um 12 bin ich vorgeladen... bei der Psychotherapie. Dann, um 3 Uhr nachmittags, hab ich mir vorgenommen, den neuen Geschirrspüler abzuholen. Er ist von Siemens, gebraucht und nackt aufm Kopf... da war früher mal ne Küchenplatte. Aber er funktioniert und kostete 60 Euro. Ich hab schon Tabs gekauft; die sind noch nicht gebraucht. Ich hoffe, die Spülmaschine akzeptiert sie trotzdem.
Ich will dich beschenken. Hast du Interessen, von denen ich nichts weiß? Soll ich Tiramisu machen zu deinem Geburtstag? Oder willste ne Heino-Torte?
Es gibt auch Heino-Kuchen... MARMOR-Kuchen. Ich hab einen zu meinem eigenen Geburtstag gekriegt. Er war bis 2009 haltbar und bestand zu 45% aus Puderzucker. Es dauerte 2 Wochen, bis auch der letzte Rest Puderzucker aus der Küche entfernt werden konnte. Aber die Torte is schöner, es steht sogar HEINO drauf! Na, bisse schon feucht?:-)
Ach, da fällt mir ein: manchmal, wenn ich nachts im Dunkeln onaniere, denke ich an dich. Damit will ich zweierlei sagen.
Erstens: du bist nicht nur bei mir, wenn ich Pisse beseitige, was durchaus positiv zu meinen Gunsten gewertet werden könnte und
Zweitens: ich entschuldige mich für die unerlaubte Verwendung deiner weiblichen Vorzüge zum Zwecke persönlicher Triebbefriedigung. Ich möchte dich dadurch weder als Mensch noch als Frau entwürdigen, ich will nur... naja...
Meine Ehrerbietung und ewig währende Respektempfindung dir gegenüber wird dadurch in keiner Weise beeinträchtigt, das schwöre ich beim Grabe des Bekannten eines Freundes einer Nachbarin... du weißt schon.
Ich denke, ich sollte Schluß machen. Also... mit der Mail, nich was du wieder denkst. Ich werde euch alle überleben, schon alleine wegen des Altersheimes. Das Schicksal wird warten, bis alle meine Lieben und Freunde abkratzen und dann einen Pflegefall aus mir machen... ich weiß es! Hilfloses Dahinsiechen im Mumienknast, 10 Jahre Minimum. Ich freu mich drauf. Vielleicht hören wir uns vorher ja nochmal. Würde mich freuen, zumal ich bald meine EIGENE Rufnummer habe, wo niemand anders drangeht, als wie ich! Da kannste morgens, mittags, abends, nachts anrufen... sogar sonntags. Sehe nämlich nicht ein, warum ich immer der Bimbo sein soll, der dir hinterhertelefoniert.
BILL CLINTON - BIMBO NO.5
Grüß ABnegativ von mir, wenn du ihn hörst. Sag ihm, es war nichts Persönliches, nur der gute alte Menschenhaß. Sag Bertram, er soll endlich den Kleiderbügel aus der Unterhose nehmen und sich locker machen. Wenn du besseren Sex erlebst, als wir beide ihn früher hatten, will ich es nicht wissen. Wenn du Schlechteren erlebst, will ich schnellstmöglich eine Kopie davon auf DVD! Meine Therapeutin sagt, ich soll an meinem Selbstvertrauen arbeiten, es wäre also nur zu medizinischen Zwecken....
Oh, und wenn du STARGATE siehst... dann mach dir keine Sorgen. Is alles nur Spiel, es kann dir nix passieren.
Solange du den Ori ewige Treue schwörst.
EHRE SEI DEN ORI!
Herzlichst,
dein Jürgen
(Alle Namen wurden zum Schutze des Privatgedöns geändert.)
Wieso? Woher soll ich das wissen? Wenn du dich Menschen beim Beseitigen von mit Katzenurin vollgesogenen Textilien ungebeten in deren Gedankenwelt drängst, muß ICH DICH fragen: "Was zum Teufel ist los mit dir? Ist das denn nötig? HIMMEL, WERD ERWACHSEN!!!"
Wie auch immer, die Socke ist immer noch durchnäßt. Ich habe sie zum Zwecke der Geruchsunterdrückung in ein bisher sauberes Handtuch eingewickelt und das pikante Knäuel dann im Waschbecken liegen lassen. Würdest du nur wegen eines einzelnen Maukenhäubchens die Waschmaschine anwerfen... noch dazu, wenn du um diese zu erreichen erst durchs ganze Treppenhaus stiefeln müßtest???
Na also, ich wußte doch, du bist nicht normal!
ICH jedenfalls warte darauf, daß noch genug andere Schmutzwäsche anfällt. Könnte Tage dauern... Wochen, wenn ich das Haus nicht verlasse. In der Wohnung bin ich grundsätzlich nackt, auch im Winter.
Natürlich könnte man den Konterminierungsprozess beschleunigen, würfe man einfach den gesamten Kleiderschrankinhalt auf den Boden. Meine Katze pinkelt auf alles, was an Anziehsachen auf dem Boden verweilt, seit ich ihr das Katzenklo wegrationalisiert hab. Sie ist eine verfluchte Freigängerin; sie soll gefälligst draußen pissen! Das Problem mit Miffy ist... sie ist durchgeknallt. Betteln wie ein Hund, kacken wie ein Elefant und sich selber dabei für einen Menschen halten --- all dies sind Attribute des bisher verloren geglaubten genetischen Bindegliedes zwischen Katze und Kaufhausdetektiv. Hab ich dir je erzählt, wie mich mal einer dieser Penner durch eine komplette Kleinstadtfußgängerzone verfolgt hat, weil eine 81-jährige FDP-Wählerin behauptete, mich beim Stehlen eines Lippenstiftes beobachtet zu haben? Die Alte hatte es schon ewig auf mich abgesehen, seit an der Mauer gegenüber ihres Grundstückes überall "EXY" geschrieben stand.
Eine meiner Marotten als 14 Jahre alter Psycho war es, mit einem Stück Kreide durch die Lande zu marschieren und auf allen möglichen Flächen ein "X" zu hinterlassen. Einfach so.
Jedesmal, wenn ich das tat, trällerte ich eine eigens zu diesem Zwecke komponierte Hymne vor mich hin... ich hab leider den Text vergessen, aber ich weiß noch, daß ich immer in der Zeile mit dem X ein "X" malen mußte; das war fast zwanghaft. Eines Nachmittages registrierte einer Jener, welcher meist mit mir den selben Schulbus und auch Laufweg nach Hause teilte, diese liebenswerte Schrulle und beschloß seinerseits, überall dort, wo sich mein "X" befände, ein "Y" anzuschließen. "XY" klang uns aber zu sehr nach Mord und GEZ, weshalb sich bald darauf ein drittes Individuum fand, wild entschlossen, dazu zu gehören... wozu auch immer.
Erst komplettierte er unsere dunkle Parole mit "Z", aber dieser Einfall war blöde-blöd - zu sehr Mainstream. Wir wollten schließlich was Besonderes sein! Außerdem kam die Idee auf, etwas Artikulierbares sei witziger und darüber hinaus auch wesentlich aussprechbarer. Also wurde unser dritter Mann zu einem Vokal. Er entschied sich für das "E"... seines Vornamens wegen. Kein großer intellektueller Wurf, schon klar, aber immerhin hatten wir jetzt eine Lebensaufgabe: der Welt das "EXY" zu verehren, koste es, was es wolle. Erst durchgehend in weißen Lettern, später mit unterschiedlichen Farben kreideten wir Mauern, Zäune und Bürgersteine zu im Dienste des Höheren Wohls und in Einigkeit aufbegehrend gegen eine Welt, die weit zu wenig "EXY" für diesbezüglich dringlichst bedürftige Menschen übrig zu haben schien.
Eines Tages, nur ich, das "X" also, und "Y" Dackelsohn - er hatte einen französischen Nachnamen, der so ähnlich klang - waren unterwegs, wurden wir von eben jener Rentnerin vor ihrem schwer einsehbaren Hoftor überraschend abgefangen und mit wüsten Anschuldigungen überhäuft. Sie habe uns drei beim Ausüben unseres kriminellen Treiben hinreichend häufig beobachtet; sei abgestoßen und verärgert. Sogar mit mehrjähriger Gefängnisstrafe drohte uns der keifende Klosterfrau-Melissengeist-Konsument weiblicher Geschlechtstendenz:
"ISCH WÄHß GANZ GENAU, WAS DES HÄßT! SCHWEINE!!!"
Sie vermutete hinter "EXY" offenbar einen anrüchigen Gedanken, eine sexuelle Anspielung etwa oder verbotene, politisch motivierte Hetzabsicht. Auf meine ruhige und wiederholte Bitte hin, uns den tieferen Sinn der Inschriften darzulegen, da wir diesen ja selbst nicht kannten, geriet Frankensteins Rauhaardackel erst richtig in Fahrt:
"DU DUMME SAU! ISCH RUF DIE POLIZEI!"
Während sich Dackelsohn der Verwegene während des Gespräches mit vollem Körpereinsatz darum bemühte, die anstößigen Kreidezeichen von der Mauer zu rubbeln, äußerte ich zum ersten und bis heute auch letzten Male in meinem Leben übertrieben empfundene Heiterkeit in Gegenwart eines Blut und Sabber speihenden Höhlendrachens, indem ich mich ausschüttete vor Lachen - ich konnte nicht aufhören. Drache schrie vor Wut, "X" vor Lachen und "Y" putze in Panik fast das komplette Moos aus den Mauerritzen; die Szene dauerte etwa 15 Minuten. "Y" floh und ich folgte ihm Tränen hächelnd... der Drache verstummte und lauerte im Dunkeln auf sein nächstes Opfer.
Ich hab die Alte danach nur noch zweimal gesehen, einmal in der Drogerie während der Lippengate-Äffäre und Jahre später auf der Beerdigung von... eines offensichtlich toten Menschen... irgendein Bekannter eines Freundes einer Nachbarin... Schwamm drüber; mittlerweile is der Drache bestimmt selber tot und schmort auf ewig im Fegefeuer der EXYkalypse.
Warum erzähl ich dir das eigentlich? ----------------------------------------------- Ach ja, weil die Katze auf die Socke gepisst hat.
Hast du viele Socken? Ich hab mir gerade welche bei Ebay angesehen, dann aber doch nicht dafür geboten. Ich brauch nämlich keine Socken.
Zeit für Musik.....
CHUMBAWUMBA - ON EBAY
Wußtest du, das es dieses Lied über Ebay gibt? Weird Al Yankovic hat auch eins verbrochen, natürlich aber ohne eigene musikalische Komposition. Trotzdem mag ich Weird Al, seine Michael Jackson- Interpretationen sind moderne Klassiker anspruchsvoller Popkulturverarsche. Steckt nicht in jeder Karikatur ein wenig Wahrheit? Ich hab mal ein Bild von einem Zebra gemalt, aber mir wurde mehrheitlich versichert, es handle sich bei dem Abbild um eine Heuschrecke. Versuch du mal, ein Zebra zu malen und dabei unwissentlich eine Heuschrecke zu erschaffen!!! Hab ich nie wieder hinbekommen. Um eine Heuschrecke zu malen, mußte ich nach diesem denkwürdigen Tag immer an Heuschrecken denken. Es passieren eben manchmal Dinge, die der gesunde Menschenverstand nicht entschlüsseln kann.
MIKE DINGSFIELD - MOONLIGHT SHADOW
Hilde hat steif und fest behauptet, diese deutschträllernde Bumsnudel Juliane Werding habe MOONLIGHT SHADOW persönlich intoniert. Is natürlich Quatsch, das deutsche Plagiat NACHT VOLL SCHATTEN klingt gaaaaaaaaaaaaaaaanz viel anderster. Bis ich ihr das verbindlich beigebogen hatte mußten wir 20 verschiedene Versionen beider Songs runterl... äh... im Laden auf diversen Tonträgern KAUFEN, bis sie den Unterschied der beiden Stimmen anerkannte. Allerdings kenn ich den Namen der Originalstimme auch nicht; als Interpret wird immer nur dieser Mike Soundso angeführt. Das Lied klingt nich nach einem Mike. Eher nach Kevin oder bestenfalls Pierre. Ich kannte mal einen Pierre, der sich ganz ähnlich anhörte. Ich bin nicht sicher, aber ich denke nicht, daß der eine besonders glückliche Jugend verlebte....
METALLICA - LAST CARESS
"Sweet lovely death, I'm waiting for your breath..."
Merkwürdiger Text. Wer wartet schon freiwillig auf den Atem des Todes? Was hat man davon? Hast du dir schon mal gewünscht, den Atem eines Menschen zu riechen, geschweige denn den des Todes, und warst so unendlich geil drauf, daß du darauf aktiv gewartet hast???
Warten ist nämlich nicht gleich Warten; aktives Warten verbietet jegliche andersartige Tätigkeit während des Warteprozesses. Es gibt natürlich auch die Totschläger, die in Wartezimmern Magazine lesen oder die Zeit bis zu einem wichtigen Termin verschlafen, mit unmotiviertem Fernsehinhalt vertrödeln und ähnliches... das sind alles Luschen! Sie nehmen dem Warten die Magie, die Essenz der Leere, die sowohl Trostlosigkeit als auch Hoffnung und orgasmusähnliche Vorfreudegefühle bündeln und somit stark intensivieren kann. Wer noch nie richtig gewartet hat, lebte nicht. Aber der Anlaß sollte dem Prozess angemessen sein... der Tot soll gefälligst woanders hinatmen, ich guck lieber Fernsehn. Aber nicht jetzt, ich warte gerade auf.... ich muß auf Klo, entschuldige mich kurz.
ABBA - SOS
...
PINK - JUST LIKE A PILL
...
REM - IT'S THE END OF THE WORLD AS WE KNOW IT (and I feel fine)
Ahhhh, die Rosette brennt, aber ich fühle mich frei. Wo war ich?
Ich erwarb bei Ebay ein Set originalgetreu nachgebauter Schußwaffenfeuerzeuge. Eine Beretta und einen Colt Python. Ich mag den Colt Python seit RESIDENT EVIL -- absolut überlebenswichtig wegen der Hunter. Es gibt ein paar Verrückte, die sich diesen Viechern mit der Beretta entgegenstellen, aber ich denke, man sollte sich das Leben nicht unnötig kompliziert machen.
Die Beretta ist Bond's Lieblingswaffe, zumindest als Roger Moore noch am Drücker war. Meine Alte war zutiefst abgestoßen und hat heute noch Angst, jemand könne diese Dinger für echt halten und mich beim öffentlichen Anzünden von Kippen aus eingebildeter Notwehr mit einer tatsächlich echten Knarre erschießen. Ehrlich, sooooooo realistisch sind die nicht, überall erkennt man den erheblichen Plastikanteil an unsauberen Kanten und das Magazin der Beretta is unten andeutungsweise draufgemalt. Bei der Magnum sind aber tatsächlich kleine Patronenimitate einzeln in die Trommel einsetzbar... ulkiger kleiner Schnickschnack; mit Porto etwa 30 Euro. Ich hab's ja. :-)
Immerhin... die Katze hat einen riesen Schiß vor den Dingern. Möglicherweise gerät ihre Blase deshalb so außer Kontrolle. Wünschst du dir nicht auch ein Leben, in dem das Säubern von Säugetierurin zu den Hauptereignissen deines Tages zählt?
Ok, an der Formulierung muß ich noch arbeiten, aber das Prinzip ist doch großartig!
Oder? Habe ich mein Leben verwirkt? Versagen auf der ganzen Linie????
Nö, ich hab den Socken doch weggeräumt!
SCHANDMAUL – WALPURGISNACHT
Bald isses 6, um 9 muß ich einen Teppich verlegen, um 12 bin ich vorgeladen... bei der Psychotherapie. Dann, um 3 Uhr nachmittags, hab ich mir vorgenommen, den neuen Geschirrspüler abzuholen. Er ist von Siemens, gebraucht und nackt aufm Kopf... da war früher mal ne Küchenplatte. Aber er funktioniert und kostete 60 Euro. Ich hab schon Tabs gekauft; die sind noch nicht gebraucht. Ich hoffe, die Spülmaschine akzeptiert sie trotzdem.
Ich will dich beschenken. Hast du Interessen, von denen ich nichts weiß? Soll ich Tiramisu machen zu deinem Geburtstag? Oder willste ne Heino-Torte?
Es gibt auch Heino-Kuchen... MARMOR-Kuchen. Ich hab einen zu meinem eigenen Geburtstag gekriegt. Er war bis 2009 haltbar und bestand zu 45% aus Puderzucker. Es dauerte 2 Wochen, bis auch der letzte Rest Puderzucker aus der Küche entfernt werden konnte. Aber die Torte is schöner, es steht sogar HEINO drauf! Na, bisse schon feucht?:-)
Ach, da fällt mir ein: manchmal, wenn ich nachts im Dunkeln onaniere, denke ich an dich. Damit will ich zweierlei sagen.
Erstens: du bist nicht nur bei mir, wenn ich Pisse beseitige, was durchaus positiv zu meinen Gunsten gewertet werden könnte und
Zweitens: ich entschuldige mich für die unerlaubte Verwendung deiner weiblichen Vorzüge zum Zwecke persönlicher Triebbefriedigung. Ich möchte dich dadurch weder als Mensch noch als Frau entwürdigen, ich will nur... naja...
Meine Ehrerbietung und ewig währende Respektempfindung dir gegenüber wird dadurch in keiner Weise beeinträchtigt, das schwöre ich beim Grabe des Bekannten eines Freundes einer Nachbarin... du weißt schon.
Ich denke, ich sollte Schluß machen. Also... mit der Mail, nich was du wieder denkst. Ich werde euch alle überleben, schon alleine wegen des Altersheimes. Das Schicksal wird warten, bis alle meine Lieben und Freunde abkratzen und dann einen Pflegefall aus mir machen... ich weiß es! Hilfloses Dahinsiechen im Mumienknast, 10 Jahre Minimum. Ich freu mich drauf. Vielleicht hören wir uns vorher ja nochmal. Würde mich freuen, zumal ich bald meine EIGENE Rufnummer habe, wo niemand anders drangeht, als wie ich! Da kannste morgens, mittags, abends, nachts anrufen... sogar sonntags. Sehe nämlich nicht ein, warum ich immer der Bimbo sein soll, der dir hinterhertelefoniert.
BILL CLINTON - BIMBO NO.5
Grüß ABnegativ von mir, wenn du ihn hörst. Sag ihm, es war nichts Persönliches, nur der gute alte Menschenhaß. Sag Bertram, er soll endlich den Kleiderbügel aus der Unterhose nehmen und sich locker machen. Wenn du besseren Sex erlebst, als wir beide ihn früher hatten, will ich es nicht wissen. Wenn du Schlechteren erlebst, will ich schnellstmöglich eine Kopie davon auf DVD! Meine Therapeutin sagt, ich soll an meinem Selbstvertrauen arbeiten, es wäre also nur zu medizinischen Zwecken....
Oh, und wenn du STARGATE siehst... dann mach dir keine Sorgen. Is alles nur Spiel, es kann dir nix passieren.
Solange du den Ori ewige Treue schwörst.
EHRE SEI DEN ORI!
Herzlichst,
dein Jürgen
(Alle Namen wurden zum Schutze des Privatgedöns geändert.)
Der Zug
Furunkel hatte Angst, den Bahnsteig zu betreten. Er war noch nie vorher auf einem Bahnhof gewesen. Der Lärm der vorbei donnernden Eilzüge hatte ihm bereits in der Eingangshalle eine höllische Furcht eingejagt, viele fremde Menschen streiften seine Ohren oder seinen Schwanz, was ihn zutiefst anwiderte. Doch mußte er sich dem Willen seiner Besitzerin fügen - eine untersetzte Mittvierzigerin mit Damenbart und ausladenden Kehllappen. Sich unbehaglich umblickend folgte der verunsicherte Vierbeiner zögerlich den wasserstoffbombenfesten Dauerwellen seines Frauchens in Richtung einer der an Gleis Sieben bereitgestellten Nahverkehrsschienenbusse.
Furunkel mochte sein Frauchen nicht. Er hatte sie auf dem Heraldsbacher Straßenstrich kennengelernt, 4 Minuten nachdem der kleine Timmy Dolziskinski vom 18-Uhr-34-Bus, Linie 36 nach Juppelschlupp-Süd, zu Brei gefahren worden war. Furunkels eigentlicher Name war Stanislaf Faradima Dolziskinski, was aber außer Timmy, seinem alkoholkranken Vater Dimitri und der schrulligen Beate Klumpstuhl im Nachbarkarton niemand wußte. Auch Furunkel hatte seinen richtigen Namen nie gehört... der kleine tote Timmy war taubstumm gewesen und sein Vater hatte Furunkel immer nur "Mutter" oder "Zieh Leine!" genannt. Als nun an jenem schicksalshaften Abend jene unförmige Weiblichkeit Furunkel alleine auf dem Bordstein dahin trotten sah, trat sie tapsigen Schrittes an ihn heran und fragte gurgelnd: "Watt? Wer bist du denn??".
Furunkel antwortete wahrheitsgemäß: "Zieh Leine, Mutter!" , was die tierliebe Frau nur allzu freudig sofort in die Tat umsetzte.
Von da an zerrte das Zauselzombieimitat Furunkel von einer gar schauderhaften Lokalität zur nächsten; er war mit ihr bereits im Waschsalon, auf der Bowlingbahn und im Penny-Markt um die Ecke gewesen, aber nirgendwo fühlte sich Furunkel derart unwohl wie in diesem stinkenden, beengten Massentransportmittel, das er eben gerade äußerst widerwillig betreten mußte.
Mit gesenktem Blick schlich Furunkel seinem Frauchen nach. Stechende Stimmen umgaben ihn, zischende Geräusche drangen verheißungsvoll an sein extrem empfindliches Gehör. Irgendwo sang ein afrikanischer Elvis-Imitataor "Yesterday", was Furunkel aber leider trotz seines überaus empfindlichen Gehörs nicht hörte. Der giftgrüne Bodenbelag roch nach Aceton. Links und rechts von Furunkel wuchsen abstoßend häßliche Kaugummipilze aus den Sitzbezügen der Sitzgelegenheiten für stehunwillige Sitzgelegenheitenbefürworter auf Reisen, von denen einige saßen, standen oder lagen, je nach Gelegenheit.
Nach einigen Minuten Gruseltour durch die beiden wesenden Waggons machte es sich auch Furunkels Frauchen auf einem ockerfarbenen Kotzefleckrückstand bequem und der Zug rollte los, nicht ohne Furunkels außergewöhnlich empfindliches Gehör mit einsetzendem Motorenrumpeln zu malträtieren.
Nur 10 Minuten nach Beginn der Fahrt begann Furunkel fürchterlich Müssen zu müssen. Sein Frauchen sabberte bereits selig schlummernd ihre rustikale Rüschenbluse ranzig und hatte die Hundeleine nicht mehr länger fest im Griff. "Oh, gut, eine Chance zum Austreten", dachte der konfessionslose Köter keck bei sich im Stillen und spurtete ungehindert zur Mitte des Vehikels. Dort könne er eine Toilette konsultieren, das hatte ihm sein unglaublich sensibles Gehör seit Fahrtantritt bereits mehrfach offenbart. Glücklicherweise fand Furunkel die übersichtliche Pinkelparzelle nicht nur unbesetzt, sondern auch unbeschmutzt vor... wenn es etwas gab, was Furunkel auf den Tod nicht ausstehen konnte, dann waren das unhygienische Urindepots. Der wackelte dankbar mit dem Schwanz, als er das Klo betrat und sich bereit machte zum Feuern.
Plötzlich schlangen sich schmierige Pranken um seinen Hals. Jemand mußte sich von hinten an ihn herangeschlichen haben. Furunkel zerrte und zog, zappelte und ziepte, aber er konnte den Griff des unbekannten Angreifers nicht lösen. Atemlos vor Schreck harrte er seinem Schicksal entgegen, bis er einen mächtigen Stoß in seiner ungeschützten Rosettenregion registrierte. Rythmisch riß der monströse Kolben Furunkels zierlichen Enddarm entzwei. "Mein Schwanzwedeln muß einen spanischen Holzkohlefabrikanten angelockt haben, der gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde und seine Triebe nicht unter Kontrolle hat", ging es dem armen Hundesohn durch den Kopf, als die erste seiner Rippen barst. Der spanische Holzkohlefabrikant namens Dieter stocherte so lange in den Innereien von Furunkel umher, bis er in einer gewaltigen Explosion seine Erbanlagen in des Tieres bebenden Leib ergoß, etwa 2,47 Zentimeter von der mißhandelten Milz entfernt. "OLE!" stöhnte der bärtige Barbar behutsam, als er von Furunkel abließ und den dänischen Dalmatiner unsanft in die Toilette warf.
In der Sekunde, in der Dieter die Tür der Bedürfnisanstalt öffnete, um zu seinem Sitzplatz zurückzukehren, wurde er tödlich von einem unbarmherzigen Zug erfaßt.
"Holla, anscheinend sind da irgendwo Fenster geöffnet", dachte Furunkel vor schadenfroher Genugtuung gackernd und verendete augenblicklich.
Der Zug fuhr mit 31 Minuten Verspätung im Zielbahnhof ein. Es war ein wunderschöner Sommertag.
Furunkel mochte sein Frauchen nicht. Er hatte sie auf dem Heraldsbacher Straßenstrich kennengelernt, 4 Minuten nachdem der kleine Timmy Dolziskinski vom 18-Uhr-34-Bus, Linie 36 nach Juppelschlupp-Süd, zu Brei gefahren worden war. Furunkels eigentlicher Name war Stanislaf Faradima Dolziskinski, was aber außer Timmy, seinem alkoholkranken Vater Dimitri und der schrulligen Beate Klumpstuhl im Nachbarkarton niemand wußte. Auch Furunkel hatte seinen richtigen Namen nie gehört... der kleine tote Timmy war taubstumm gewesen und sein Vater hatte Furunkel immer nur "Mutter" oder "Zieh Leine!" genannt. Als nun an jenem schicksalshaften Abend jene unförmige Weiblichkeit Furunkel alleine auf dem Bordstein dahin trotten sah, trat sie tapsigen Schrittes an ihn heran und fragte gurgelnd: "Watt? Wer bist du denn??".
Furunkel antwortete wahrheitsgemäß: "Zieh Leine, Mutter!" , was die tierliebe Frau nur allzu freudig sofort in die Tat umsetzte.
Von da an zerrte das Zauselzombieimitat Furunkel von einer gar schauderhaften Lokalität zur nächsten; er war mit ihr bereits im Waschsalon, auf der Bowlingbahn und im Penny-Markt um die Ecke gewesen, aber nirgendwo fühlte sich Furunkel derart unwohl wie in diesem stinkenden, beengten Massentransportmittel, das er eben gerade äußerst widerwillig betreten mußte.
Mit gesenktem Blick schlich Furunkel seinem Frauchen nach. Stechende Stimmen umgaben ihn, zischende Geräusche drangen verheißungsvoll an sein extrem empfindliches Gehör. Irgendwo sang ein afrikanischer Elvis-Imitataor "Yesterday", was Furunkel aber leider trotz seines überaus empfindlichen Gehörs nicht hörte. Der giftgrüne Bodenbelag roch nach Aceton. Links und rechts von Furunkel wuchsen abstoßend häßliche Kaugummipilze aus den Sitzbezügen der Sitzgelegenheiten für stehunwillige Sitzgelegenheitenbefürworter auf Reisen, von denen einige saßen, standen oder lagen, je nach Gelegenheit.
Nach einigen Minuten Gruseltour durch die beiden wesenden Waggons machte es sich auch Furunkels Frauchen auf einem ockerfarbenen Kotzefleckrückstand bequem und der Zug rollte los, nicht ohne Furunkels außergewöhnlich empfindliches Gehör mit einsetzendem Motorenrumpeln zu malträtieren.
Nur 10 Minuten nach Beginn der Fahrt begann Furunkel fürchterlich Müssen zu müssen. Sein Frauchen sabberte bereits selig schlummernd ihre rustikale Rüschenbluse ranzig und hatte die Hundeleine nicht mehr länger fest im Griff. "Oh, gut, eine Chance zum Austreten", dachte der konfessionslose Köter keck bei sich im Stillen und spurtete ungehindert zur Mitte des Vehikels. Dort könne er eine Toilette konsultieren, das hatte ihm sein unglaublich sensibles Gehör seit Fahrtantritt bereits mehrfach offenbart. Glücklicherweise fand Furunkel die übersichtliche Pinkelparzelle nicht nur unbesetzt, sondern auch unbeschmutzt vor... wenn es etwas gab, was Furunkel auf den Tod nicht ausstehen konnte, dann waren das unhygienische Urindepots. Der wackelte dankbar mit dem Schwanz, als er das Klo betrat und sich bereit machte zum Feuern.
Plötzlich schlangen sich schmierige Pranken um seinen Hals. Jemand mußte sich von hinten an ihn herangeschlichen haben. Furunkel zerrte und zog, zappelte und ziepte, aber er konnte den Griff des unbekannten Angreifers nicht lösen. Atemlos vor Schreck harrte er seinem Schicksal entgegen, bis er einen mächtigen Stoß in seiner ungeschützten Rosettenregion registrierte. Rythmisch riß der monströse Kolben Furunkels zierlichen Enddarm entzwei. "Mein Schwanzwedeln muß einen spanischen Holzkohlefabrikanten angelockt haben, der gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde und seine Triebe nicht unter Kontrolle hat", ging es dem armen Hundesohn durch den Kopf, als die erste seiner Rippen barst. Der spanische Holzkohlefabrikant namens Dieter stocherte so lange in den Innereien von Furunkel umher, bis er in einer gewaltigen Explosion seine Erbanlagen in des Tieres bebenden Leib ergoß, etwa 2,47 Zentimeter von der mißhandelten Milz entfernt. "OLE!" stöhnte der bärtige Barbar behutsam, als er von Furunkel abließ und den dänischen Dalmatiner unsanft in die Toilette warf.
In der Sekunde, in der Dieter die Tür der Bedürfnisanstalt öffnete, um zu seinem Sitzplatz zurückzukehren, wurde er tödlich von einem unbarmherzigen Zug erfaßt.
"Holla, anscheinend sind da irgendwo Fenster geöffnet", dachte Furunkel vor schadenfroher Genugtuung gackernd und verendete augenblicklich.
Der Zug fuhr mit 31 Minuten Verspätung im Zielbahnhof ein. Es war ein wunderschöner Sommertag.
2003/02/24
Email an eine Privatpatientin
Ich tu mir immer schwer mit Anfängen. Besonders Mail-Anfänge sind doof.
Hallo. Ich hab grad Angst vor dir, du siehst aus wie Ripley. :)
Hörst du bestimmt ständig. Die Ähnlichleit ist verblüffend.
Ich hoffe, das beleidigt dich jetzt nicht. Immerhin war Ellen Ripley eine der ganz großen Frauen moderner Pop-Sci-Fi-Gummiviechkram-Schlitzer-Ekel-Suspense-Kultur. Mit der deutschen Stimme von Barbara Blocksberg.
Barbara Blocksberg ist die Mutter von Bibi Blocksberg, aber das ändert prinzipiell nix an der Tatsache, daß du wie Ripley aussiehst und ich keinen guten Start für die Mail finde, von der du dich sicherlich, schon etwas ungeduldig werdend, fragst, was zur Hölle wer da eigentlich von dir wollen tut.
Also zunächst mal will ich "Danke" sagen für die Sache damals mit den Haaren. Aber ich bin grad auch ziemlich nostalgisch und mir gehts nich gut und da stalke ich manchmal alten Weggefährten bei Facebook hinterher. Einige von denen haben Freundeslisten, die dann wieder zu anderen Freundeslisten führen und auf einmal stolpert man über diesen Namen und erinnert sich schlagartig an die Sache mit den Haaren und hat das unbändige Bedürftnis, eine Mail wie diese hier zu schreiben, bevor man sich bewußt wird, was für ne selten dämliche Idee das is, Leuten von ganz von früher ungebeten einen anne Backe zu mailen, obwohl sie ... also, in diesem Falle du ... bestimmt stark beschäftigt sind bzw. ist mit Arbeit und Selbstverwirklichung und Kram. Und dann google ich dich und find deinen YouTube-Account und seh diesen Remastery-Repixelated-Dokufilm und lese, du bist jetzt "moving image creator" ... sozusagen Bewegtbilderschafföse ... und wohnst in Berlin und hast Kontakt zu Leuten, die Machmut heißen und Kunstsachen machen. Berlinerinnen, die Leute kennen, die Machmut heißen und Kunstsachen machen, sind auch eine Form von Klischee, dem typischen "Gamer" nicht unähnlich.
Damit will ich nicht behaupten, daß sich diese beiden Klischees inhaltlich ähnelten, es geht nur um das sich hinter beiden Klischees verbergende Prinzip.
Aber ich schweife ab ...
Du hast mir in der Neunten ... könnte auch die Zehnte gewesen sein ... mal über die Haare gestreichelt. Das hat mir in dem Moment echt gut getan, auch wenn ich mir das natürlich nicht hab anmerken lassen. Für dich dürfte es ein eher wenig einprägsames Ereignis gewesen sein, zumal die Haare reichlich fettig gewesen sein dürften zu diesem Zeitpunkt, weil ich immer diese Baseballkappen getragen hab, um mich morgens nich noch unnötig frisieren zu müssen ... erstens war ich nie sonderlich gut im Friesieren, zweitens waren meine Haare schon immer außerordentlich widerspänstig. Und fettig.
Entschuldige bitte die Fettigkeit. Hätte ich geahnt, daß du einfach mal eben so im Vorbeigehn durch meine Haare streicheln würdest, hätte ich dich vorher gewarnt.
Nein, wahrscheinlich nicht. Ich hatte es früher nich so mit ... reden. Aber vielleicht wäre ich erschrocken zurückgezuckt. Im Nachhinein bin ich froh, diese unvermutete Streicheleinheit nicht kommen gesehen zu haben, immerhin war sie eindrucksvoll genug, in meiner Erinnerung haften geblieben haben zu sein ... getan.
Was mich sogar veranlaßt hat, dir ne Mail zu schreiben. Du solltest sie eigentlich in diesem Augenblick gerade lesen. Wenn nicht, isses auch nicht schlimm. Ich weiß ja, wie beschäftigt alle heutzutage sind.
Also, danke nochmal für die Sache mit den Haaren.
Mehr gäbe es nicht zu berichten, aber ich mag noch nicht aufhören mit Mailen. Ich maile sonst eher selten, was wohl daran liegen mag, daß relativ wenige Menschen in der Neunten ... könnte auch die Zehnte gewesen sein ... freiwillig auch nur in die Nähe meines Haaransatzes gekommen sind. Jaaaa, ich weiß, was du jetzt denkst ...
"Liebes Lieschen, was ein verbitterter, selbstmitleidiger Schwätzer!"
Jaaaaaaaaa, da ist bestimmt was dran. Aber es hätte um einiges schlimmer kommen können mit dem Charakteraids meinerseits ohne deine kleine, in deinen Augen höchstwahrscheinlich unbedeutende Körperlichkeit.
Möglicherweise hast du damit einen spätpubertären Suizid verhindert, möglicherweise auch nicht, wer weiß das schon so genau?!
Ich meine, sonst hatten wir ja nicht viel Kontakt damals.
SOOOOOO besonders war die Sache also nicht. Bild dir blos nix drauf ein.
ICH BRAUCHE DICH NICHT. ICH BRAUCHE NIEMANDEN!
Entschuldige bitte, ich wollte nicht laut werden. Manchmal bekomm ich in all meiner Jämmerlichkeit cholerische Schübe, mit denen ich einen Rest von Männlichkeit zu erhalten versuche. Sieh's mir bitte nach, ich bin kein verrückter Perverser oder sowas.
Noch nicht.
Woran erinnere ich mich ... außer den Haaren muß es doch noch irgendwas ...
weißt du noch, damals, als ...
öhm ...
also, da war dieser eine Morgen, an dem bin ich zum Schuleingang rein. Lustburger Gymnasium, der Eingang zum Pausenhof für die Unterstufe, gegenüber von dieser merkwürdigen Bücherei ... du weißt bestimmt, was ich meine. Und da kommst du mir von hinten ins Kreuz gestiefelt. Du warst immer so klein, man hat dich nich sofort kommen sehn, um sich zu verstecken oder schnell die Richtung zu wechseln.
Du sagtest "Guten Morgen". Und ich sagte "Guten Morgen". Das war mir ziemlich unangenehm, weil ich dich einerseits mochte, es andererseits aber nich so hatte mit ... reden ... also sind wir stumm nebeneinander zum Haupteingang getrottet und ich hab krampfhaft so getan, als gäbe es keine Veranlassung meinerseits, irgendwas zu sagen, obwohl mir sehr wohl bewußt war, daß du wahrscheinlich eine wie auch immer geartete Form zwischenmenschlicher Kommunikation erwartet hast. Völlig zurecht.
Das tut mir leid.
Dann war da noch diese Begegnung auf einem der Schulflure zu einer Zeit, da uns beiden bereits eindrucksvolle Brüste gewachsen waren. Während du deine stolz zu präsentieren gedachtest, was ich dir an dieser Stelle keineswegs zum Vorwurf machen möchte, versuchte ich, meine möglichst zu verbergen, denn das männliche Geschlecht ist von Natur aus nicht zum Ausbilden solcher Statussymbole konzipiert.
Wie dem auch sei, wir standen also urplötzlich voreinander, Brust an Brust ... ok, Brust an Bauchnabel, du warst noch immer nicht wesentlich in die Höhe gewachsen ... und aus deinem quirligen, Genie und Wahnsinn gleichermaßen auszuwerfen fähigen Munde kam sinngemäß:
"Ich hab deine Stimme gestern im Radio gehört."
Keine Ahnung, was ich darauf erwidert hab.
Wahrscheinlich ... "Ja".
Oder "Ah ja."
Dann bin ich, wie ich mich kenne, reichlich fix abgehaun. So wie immer, wenn du mich angesprochen hast. Es hat mir selbstredend geschmeichelt, daß du mich an der Stimme erkannt hattest. Ich meine ... so selten, wie du die zu Gehör bekommen hast ...
aber ich habs mir, mal wieder, nicht anmerken lassen.
Mehr isses nich.
DOCH, warte ...
als ich einige Jahre später elterlicherseits auf dieser abartigen Privatschule für Sonderverstrahlte geparkt wurde, hab ich mal behauptet, mit dir intim befreundet gewesen zu sein.
Ich gebe zu, das war nicht sonderlich nett von mir. Nicht gerade die feine, englische Art, sozusagen.
Ohhhhhh, du hast schon für die BBC Bilder bewegt, steht bei YouTube. Kennst du den Doctor? Ich LIIEEEEBE den Doctor! :)
Du ... nicht?
Nö, nicht weiter schlimm.
Nein, nein, schon gut. War wohl etwas naiv, anzunehmen, nur weil man mal für die BBC Bilder bewegt hat, müsse man automatisch den Doctor kennen. Vergiß es einfach.
Wo war ich ...
also, ich hatte da dieses Foto von der unsäglichen Segeltour in Holland ... du erinnerst dich bestimmt, du warst, wie alle anderen, rund um die Uhr bekifft. Ich natürlich nicht, ich hab bis heute keinen einzigen Joint geraucht. Weil He-Man es mir als Kleinkind verboten hat. "KEINE MACHT DEN DROGEN" und so.
War wohl das einzige Kind WELTWEIT, das wo das ernst genommen haben tat.
Jedenfalls gabs da doch abends auf dem Schiff immer diese Lagerfeuerromantik mit Gitarren und Gesang ... ohne Chance, sich irgendwo zu verkriechen ... das war furchtbar für mich ...
auf einem dieser Fotos saß ich zufällig neben dir und das hab ich dann eines Nachts in einer Runde von stark alkoholisierten Mitprivatschulspacken zum Anlaß genommen, mich einzugliedern in ein Gespräch über abgelegte Verflossene. Ich hab keine bösen Sachen gesagt oder irgendwelche versauten Details erfunden. nur das Foto gezeigt und ... naja ...
ich schwöre dir, von denen wird sich keiner an diese Situation erinnern. Auf dem Foto haste noch nich wie Ripley ausgesehn und ... ehrlich, die waren nicht sonderlich beeindruckt von diesem Foto.
Nein, das lag nich an dir, die konnten kaum noch ausn Augen gucken vor Tequilla. Sei unbesorgt, es wird kein Nachspiel für dich haben.
Vielleicht für mich, wenn du deswegen jetzt sauer bist und das Haarestreicheln rückwirkend annullieren möchtest. Könnte ich verstehn. Aber tus bitte trotzdem nicht. Es tut mir leid, ich werds nie wieder tun.
So, nun ists genug.
Danke fürs Zuhörn. Oder ... Zulesen. Oder so.
Keine Sorge, ich werde nicht wieder mailen. Und du mußt auch nicht antworten.
Ich wollt nur "Danke" sagen wegen der Sache mit den Haaren.
Ich fühl mich nicht sonderlich. Ich geh wohl am besten schlafen.
Grüß alle Leute, die Machmut heißen, von mir. Und halte mir meine Rechtschreibung nicht vor, ich bin einfach zu lebensmüde zum Korrekturlesen.
ciao, bella.
(Alle Namen und andere Details wurden zum Schutze des Privatsgedöhns geändert.)
Hallo. Ich hab grad Angst vor dir, du siehst aus wie Ripley. :)
Hörst du bestimmt ständig. Die Ähnlichleit ist verblüffend.
Ich hoffe, das beleidigt dich jetzt nicht. Immerhin war Ellen Ripley eine der ganz großen Frauen moderner Pop-Sci-Fi-Gummiviechkram-Schlitzer-Ekel-Suspense-Kultur. Mit der deutschen Stimme von Barbara Blocksberg.
Barbara Blocksberg ist die Mutter von Bibi Blocksberg, aber das ändert prinzipiell nix an der Tatsache, daß du wie Ripley aussiehst und ich keinen guten Start für die Mail finde, von der du dich sicherlich, schon etwas ungeduldig werdend, fragst, was zur Hölle wer da eigentlich von dir wollen tut.
Also zunächst mal will ich "Danke" sagen für die Sache damals mit den Haaren. Aber ich bin grad auch ziemlich nostalgisch und mir gehts nich gut und da stalke ich manchmal alten Weggefährten bei Facebook hinterher. Einige von denen haben Freundeslisten, die dann wieder zu anderen Freundeslisten führen und auf einmal stolpert man über diesen Namen und erinnert sich schlagartig an die Sache mit den Haaren und hat das unbändige Bedürftnis, eine Mail wie diese hier zu schreiben, bevor man sich bewußt wird, was für ne selten dämliche Idee das is, Leuten von ganz von früher ungebeten einen anne Backe zu mailen, obwohl sie ... also, in diesem Falle du ... bestimmt stark beschäftigt sind bzw. ist mit Arbeit und Selbstverwirklichung und Kram. Und dann google ich dich und find deinen YouTube-Account und seh diesen Remastery-Repixelated-Dokufilm und lese, du bist jetzt "moving image creator" ... sozusagen Bewegtbilderschafföse ... und wohnst in Berlin und hast Kontakt zu Leuten, die Machmut heißen und Kunstsachen machen. Berlinerinnen, die Leute kennen, die Machmut heißen und Kunstsachen machen, sind auch eine Form von Klischee, dem typischen "Gamer" nicht unähnlich.
Damit will ich nicht behaupten, daß sich diese beiden Klischees inhaltlich ähnelten, es geht nur um das sich hinter beiden Klischees verbergende Prinzip.
Aber ich schweife ab ...
Du hast mir in der Neunten ... könnte auch die Zehnte gewesen sein ... mal über die Haare gestreichelt. Das hat mir in dem Moment echt gut getan, auch wenn ich mir das natürlich nicht hab anmerken lassen. Für dich dürfte es ein eher wenig einprägsames Ereignis gewesen sein, zumal die Haare reichlich fettig gewesen sein dürften zu diesem Zeitpunkt, weil ich immer diese Baseballkappen getragen hab, um mich morgens nich noch unnötig frisieren zu müssen ... erstens war ich nie sonderlich gut im Friesieren, zweitens waren meine Haare schon immer außerordentlich widerspänstig. Und fettig.
Entschuldige bitte die Fettigkeit. Hätte ich geahnt, daß du einfach mal eben so im Vorbeigehn durch meine Haare streicheln würdest, hätte ich dich vorher gewarnt.
Nein, wahrscheinlich nicht. Ich hatte es früher nich so mit ... reden. Aber vielleicht wäre ich erschrocken zurückgezuckt. Im Nachhinein bin ich froh, diese unvermutete Streicheleinheit nicht kommen gesehen zu haben, immerhin war sie eindrucksvoll genug, in meiner Erinnerung haften geblieben haben zu sein ... getan.
Was mich sogar veranlaßt hat, dir ne Mail zu schreiben. Du solltest sie eigentlich in diesem Augenblick gerade lesen. Wenn nicht, isses auch nicht schlimm. Ich weiß ja, wie beschäftigt alle heutzutage sind.
Also, danke nochmal für die Sache mit den Haaren.
Mehr gäbe es nicht zu berichten, aber ich mag noch nicht aufhören mit Mailen. Ich maile sonst eher selten, was wohl daran liegen mag, daß relativ wenige Menschen in der Neunten ... könnte auch die Zehnte gewesen sein ... freiwillig auch nur in die Nähe meines Haaransatzes gekommen sind. Jaaaa, ich weiß, was du jetzt denkst ...
"Liebes Lieschen, was ein verbitterter, selbstmitleidiger Schwätzer!"
Jaaaaaaaaa, da ist bestimmt was dran. Aber es hätte um einiges schlimmer kommen können mit dem Charakteraids meinerseits ohne deine kleine, in deinen Augen höchstwahrscheinlich unbedeutende Körperlichkeit.
Möglicherweise hast du damit einen spätpubertären Suizid verhindert, möglicherweise auch nicht, wer weiß das schon so genau?!
Ich meine, sonst hatten wir ja nicht viel Kontakt damals.
SOOOOOO besonders war die Sache also nicht. Bild dir blos nix drauf ein.
ICH BRAUCHE DICH NICHT. ICH BRAUCHE NIEMANDEN!
Entschuldige bitte, ich wollte nicht laut werden. Manchmal bekomm ich in all meiner Jämmerlichkeit cholerische Schübe, mit denen ich einen Rest von Männlichkeit zu erhalten versuche. Sieh's mir bitte nach, ich bin kein verrückter Perverser oder sowas.
Noch nicht.
Woran erinnere ich mich ... außer den Haaren muß es doch noch irgendwas ...
weißt du noch, damals, als ...
öhm ...
also, da war dieser eine Morgen, an dem bin ich zum Schuleingang rein. Lustburger Gymnasium, der Eingang zum Pausenhof für die Unterstufe, gegenüber von dieser merkwürdigen Bücherei ... du weißt bestimmt, was ich meine. Und da kommst du mir von hinten ins Kreuz gestiefelt. Du warst immer so klein, man hat dich nich sofort kommen sehn, um sich zu verstecken oder schnell die Richtung zu wechseln.
Du sagtest "Guten Morgen". Und ich sagte "Guten Morgen". Das war mir ziemlich unangenehm, weil ich dich einerseits mochte, es andererseits aber nich so hatte mit ... reden ... also sind wir stumm nebeneinander zum Haupteingang getrottet und ich hab krampfhaft so getan, als gäbe es keine Veranlassung meinerseits, irgendwas zu sagen, obwohl mir sehr wohl bewußt war, daß du wahrscheinlich eine wie auch immer geartete Form zwischenmenschlicher Kommunikation erwartet hast. Völlig zurecht.
Das tut mir leid.
Dann war da noch diese Begegnung auf einem der Schulflure zu einer Zeit, da uns beiden bereits eindrucksvolle Brüste gewachsen waren. Während du deine stolz zu präsentieren gedachtest, was ich dir an dieser Stelle keineswegs zum Vorwurf machen möchte, versuchte ich, meine möglichst zu verbergen, denn das männliche Geschlecht ist von Natur aus nicht zum Ausbilden solcher Statussymbole konzipiert.
Wie dem auch sei, wir standen also urplötzlich voreinander, Brust an Brust ... ok, Brust an Bauchnabel, du warst noch immer nicht wesentlich in die Höhe gewachsen ... und aus deinem quirligen, Genie und Wahnsinn gleichermaßen auszuwerfen fähigen Munde kam sinngemäß:
"Ich hab deine Stimme gestern im Radio gehört."
Keine Ahnung, was ich darauf erwidert hab.
Wahrscheinlich ... "Ja".
Oder "Ah ja."
Dann bin ich, wie ich mich kenne, reichlich fix abgehaun. So wie immer, wenn du mich angesprochen hast. Es hat mir selbstredend geschmeichelt, daß du mich an der Stimme erkannt hattest. Ich meine ... so selten, wie du die zu Gehör bekommen hast ...
aber ich habs mir, mal wieder, nicht anmerken lassen.
Mehr isses nich.
DOCH, warte ...
als ich einige Jahre später elterlicherseits auf dieser abartigen Privatschule für Sonderverstrahlte geparkt wurde, hab ich mal behauptet, mit dir intim befreundet gewesen zu sein.
Ich gebe zu, das war nicht sonderlich nett von mir. Nicht gerade die feine, englische Art, sozusagen.
Ohhhhhh, du hast schon für die BBC Bilder bewegt, steht bei YouTube. Kennst du den Doctor? Ich LIIEEEEBE den Doctor! :)
Du ... nicht?
Nö, nicht weiter schlimm.
Nein, nein, schon gut. War wohl etwas naiv, anzunehmen, nur weil man mal für die BBC Bilder bewegt hat, müsse man automatisch den Doctor kennen. Vergiß es einfach.
Wo war ich ...
also, ich hatte da dieses Foto von der unsäglichen Segeltour in Holland ... du erinnerst dich bestimmt, du warst, wie alle anderen, rund um die Uhr bekifft. Ich natürlich nicht, ich hab bis heute keinen einzigen Joint geraucht. Weil He-Man es mir als Kleinkind verboten hat. "KEINE MACHT DEN DROGEN" und so.
War wohl das einzige Kind WELTWEIT, das wo das ernst genommen haben tat.
Jedenfalls gabs da doch abends auf dem Schiff immer diese Lagerfeuerromantik mit Gitarren und Gesang ... ohne Chance, sich irgendwo zu verkriechen ... das war furchtbar für mich ...
auf einem dieser Fotos saß ich zufällig neben dir und das hab ich dann eines Nachts in einer Runde von stark alkoholisierten Mitprivatschulspacken zum Anlaß genommen, mich einzugliedern in ein Gespräch über abgelegte Verflossene. Ich hab keine bösen Sachen gesagt oder irgendwelche versauten Details erfunden. nur das Foto gezeigt und ... naja ...
ich schwöre dir, von denen wird sich keiner an diese Situation erinnern. Auf dem Foto haste noch nich wie Ripley ausgesehn und ... ehrlich, die waren nicht sonderlich beeindruckt von diesem Foto.
Nein, das lag nich an dir, die konnten kaum noch ausn Augen gucken vor Tequilla. Sei unbesorgt, es wird kein Nachspiel für dich haben.
Vielleicht für mich, wenn du deswegen jetzt sauer bist und das Haarestreicheln rückwirkend annullieren möchtest. Könnte ich verstehn. Aber tus bitte trotzdem nicht. Es tut mir leid, ich werds nie wieder tun.
So, nun ists genug.
Danke fürs Zuhörn. Oder ... Zulesen. Oder so.
Keine Sorge, ich werde nicht wieder mailen. Und du mußt auch nicht antworten.
Ich wollt nur "Danke" sagen wegen der Sache mit den Haaren.
Ich fühl mich nicht sonderlich. Ich geh wohl am besten schlafen.
Grüß alle Leute, die Machmut heißen, von mir. Und halte mir meine Rechtschreibung nicht vor, ich bin einfach zu lebensmüde zum Korrekturlesen.
ciao, bella.
(Alle Namen und andere Details wurden zum Schutze des Privatsgedöhns geändert.)
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